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Israelitische Annalen · 1841-09-17 · Heft 38 (17.9.1841) · p. Seite 297

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1841
Issue
Heft 38 (17.9.1841)
Date
1841-09-17
Page
Seite 297 (sequence 1)
Language
German
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17. September. 9c*0 38. 1841. Israelitische Annalen. E i n Centralblatt für Geschichte, Literatur und Cultur -er Israeliten aller Zeiten und Lander. Herausgegeben von Dr. I. M. Jost. Von diesen Annalen erscheint jeden Freitag ein ganzer Bogen; Preis des Jahrganges Rthlr. 3 — fl. 5; man subscribirt bei allen lobt. Postämtern und in allen Buchhandlungen des Zn- und Auslandes. Skizzen über die israelitischen Zustände in England rc. — Mittheilungen aus dem Naffauischen, von B. H ö chstäd t er. — Nachrichten und Correspondenzen : Böhmen; Amsterdam; Altennvibr; Württemberg : Gemeindeangeleqenheiren (Fortsetzung); Heidelberg; Hannover. — Literatur: Predigt von v Kabn; Berichte über die neuesten Leistungen der kritischen Schule. S ft z z e n über die israelitischen Zustände in Englands vornehmlich in London. (Fortsetzung.) Daß NUN dieser Hirtenbrief keine Wirkung haben konnte, erhellt schon aus der Haltung desselben, indem er die ganze Sache als ein dumpfes Gerücht behandelt, das Vorhandensein wirklicher Beschwerden völlig ignorirt, auch nicht eigentlich die Grundsätze selbst als Schismatisch darstellt, und die Verfasser nur die einseitige Aenderung der Form bekämpfen. Wir find nicht im Stande, genau das Verhältniß des Comite's der britischen Juden zu den einzelnen Gemeinden anzugeben, um daraus ihren eventuellen Einfluß auf derartige Angelegenheiten zu erkennen. So viel ist gewiß, daß die Aufforderung keine Folge hatte. Die portugiesische Gemeinde machte inzwischen noch einen Versuch, alle Parrheien zu einer Versammlung zu berufen, um, wo möglich, eine Vereinbarung zu bewirken; allein die Neue Gemeinde beyarrte bei ihrem Vorhaben, die älteren wollten sich zu keiner Concession entschließen, und so blieb es bei der einmal entstandenen Spaltung. Noch harte man eine Idee, um die Reformirten zu entzweien, eine neue Synagoge im Weftende, dem Stadtheile, worin die meisten dieser Reformers wohnen, zu errichten, damit sie mindestens sich dorthin angezogen fühlen möchten, und von ihrem Unternehmen ganz abgeleitet würden; doch scheint deren Entschiedenheit auch dies Mittel zu vereiteln. Die Liturgie, welche die neue Gemeinde einzuführen beabsichtigt (und mit dem Neujahr, so heißt es, soll das Werk beginnen) ist von sehr kundiger Hand gewählt; über die innern Grundsätze der Gesellschaft, welche sich zur Bildung der neuen Gemeinde vereinigt hat, läßt sich nicht mehr sagen, als wir mitgerheilt haben. Es will uns, nach verschiedenen Besprechungen über diesen wichtigen Gegenstand, scheinen, daß hierin der Zeit noch manches überlassen bleibt, indem die wichtigsten Punkte bisher nicht klar ausgesprochen sind, auch von den Mitgliedern selbst, die meist zwar hochgebildet sind, aber, sich wohl über theologische Fragen keine Stimme Zutrauen dürfen, schwerlich ein bestimmtes Bekenntniß erwartet werden kann, so lange kein Geistlicher von Einsicht und Gelehrsamkeit wie von biederm Charakter gefunden ist, der das Ganze würdig vertreten kann. Der junge Mann, welcher vorläufig den Gottesdienst leitet, hat in dieser Beziehung noch keine Verantwortlichkeit übernommen, und wird wohl nur den Dienst und die allgemeine Belehrung durch Predigt (wozu er rrcfflict) begabt erscheint) würdig in's Werk zu richten streben. So steht es jetzt, und dem Erfolg haben wir erst entgegen zu sehen. Und dies wäre auch alles, was wir von dem

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