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Israelitische Annalen · 1841-06-25 · Heft 26 (25.6.1841) · p. Seite 201

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1841
Issue
Heft 26 (25.6.1841)
Date
1841-06-25
Page
Seite 201 (sequence 1)
Language
German
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Nro S6 1841 SS. Juni. Israelitische Annalen. Ern Central blatt für Geschichte, Literntnr und Cultur dev Israeliten aller Zeiten und Länder. Herausgegeben von Dr. I. M. I st. Von diesen Annalen erscheint jeden Freitag ein ganzer Bogen; Preis des Jahrganges Rthlr. 3 — fl. S; man ftrbscribirt bei allen löbl. Postämtern und in allen Buchhandlungen des In- und Auslandes. > Joel Fiorino, Nachruf von vr. Hoffa. — Ueber die Apokryphen, von Gulmann. — Nachrichten und Korrespondenzen r Hamburg; HildeSheim; Herzogtum Nassauische Gesetze; HohenemS (Unterrichtsfragen); Frankfurt (Wablangeleqenheitcn). — Literatur: Israelitische Schulzeitung. — Anzeigen. Joel Fiorino. Kurhessischer BataillonS-Arzt (geboren 1800, gest. 18ten April l84l.) Don Vf. Hoffa in Marburg. MuMis ilie bonis flebilis occidit. Der edle Charakter dieses im kräftigsten Alter seiner segensreichen Wirksamkeit entrückten Biedermannes , in dem ein greiser Vater die Freude und Stütze seines Alters, zwei unmündige Kinder den zärtlichsten, liebevollsten Vater, seine Geschwister und Verwandten eine Zierde ihrer Familie, seine Freunde einen durch Wort und That sich bewährenden Freund, Kranke und Nothleidende einen stets bereitwilligen Helfer und menschenfreundlichen Wohlrhärer, seine Glaubensgenossen den empfindlichen Hintritt eines höchst achtungswerthen Gliedes beweinen, das Kurhessische Militär aber einen seiner tüchtigsten Aerzte, so wie der Staat einen treuen, gewissenhaften und rastlos thätigen Diener verliert, verdient es gewiß, daß ihm in Ihren, auch der Humanität, die in dem Entschlafenen so entschieden hervorleuchtet, gewidmeten Blättern ein Denkmal der Liebe von Freundes Hand gestiftet werde. Joel Fiorino war der dritte Sohn*) seiner *) Der Aelteste, ein ausgezeichneter Künstler, lebt als Miniaturmaler in Dresden: der Zweite ein geschickter Mechanikus, starb leider! ebenfalls im angehenden Man- Eltern und geboren zu Cassel im I. 1860. Sein Vater, jetzt ein 73jähriger Greis, war * * auf eine rühmlich- Weise bemüht, ihm, wie seinen übrigen Söhnen, durch einen ehrenvollen Beruf sein Fortkommen in der Welt zu sichern. Durch die Verwendung desselben gelangte Fiorino, nachdem er den ersten Unterricht in seiner Vaterstadt genossen, um sich die weitern Schulkenntnisse zu erwerben, in die Samson'sche Lehr- und Erziehungsanstalt*) in Wolfenbüttel. Nach einem dreijährigen Aufenthalt an diesem Orte, wo er sich stets des schönsten Lobes der Lehrer und Erzieher an jener Anstalt zu erfreuen hatte, kehrte er im beginnenden nesalter 1827; er war der Lehrer eines jüngern, jetzt in Cassel als Mechanikus und Optikus etablirten Bruders. *) Wir können nicht umhin, hier abermals auf diese treffliche Stiftung, welche im Jahre 1807 zu einer der besten Bildungsanstalten durch den dermaligen Testaments-Erecutor, Herrn I. H. Samson, umgewandelt worden, und seitdem unter der Leitung des Herrn S. M. Ehrend erg, (welchem seit einigen Jahren sein Sohn, vr. Philipp Ehre^ierg, zur Seite steht) eine große Anzahl von ZöglingeWauf das praktische Lechen würdig vorbereitet hat, aufmerksam zu machen, und bekennen gern, daß unsre dankbareErinnerung an die in dieser Anstalt empfangene erste Grundlage zu sittlicher und wissenschaftlicher Bildung, hier freudig die Gelegenheit ergreift, derselben ferneres segenrciches Gedeihen zu wünschen!; D. H. '

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