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Israelitische Annalen · 1841-06-18 · Heft 25 (18.6.1841) · p. Seite 194

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1841
Issue
Heft 25 (18.6.1841)
Date
1841-06-18
Page
Seite 194 (sequence 2)
Language
German
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194 und sie dem Lande ihrer Väter wieder zu geben, wir es nicht minder für eine heilige Pflicht der britischen Christen erachten, sie zu diesem höchst ehrenwerthen Werke aufzufordern, und zu dessen Ausführung zu ermuntern, indem sie ihr den Ausdruck ihrer desfallsigen Gesinnungen und Ueberzeugungen eröffnen; wir demnach beschließen, folgende Denkschrift an Lord Palmerfton, Ihrer Maj. Secretär für auswärtige Angelegenheiten, als den Ausdruck unsrer Ansichten einzusenden. Denkschrift an Lord Palmerfton re. unterthänigft überreicht von den Unterzeichneten Bewohnern Carlow's und der Umgegend. Die Unterzeichneten wagen es hiermit folgende Vorstellung Ew. Gnaden zu überreichen; sie ist eine Wirkung des glücklichen Erfolges, welchen der Allmächtige jüngst Ihrer Maj. Waffen in.Syrien mit Seiner Gnade verliehen hat, und der besonder» Stellung, welche Er der Britischen Regierung in Betreff der Juden angewiesen har. Sie finden sich noch mehr zu diesem Schritte ermuthigt, durch die ernste Theilnahme, welche Ew. Gnaden bereits für die Wohlfahrt dieses Volkes an den Tag gelegt! haben. j Ew. Gnaden ist es nicht fremd geblieben, welche! unerhörte Leiden die Juden Jahrhunderte hindurch > im Lande ihrer Väter ausgestanden haben. Da nun j dieses jüngst durch Gottes Vorsehung gewissermaßen! unter den Einfluß der Britischen Macht gestellt worden, so tragen die Unterzeichneten darauf an, daß Ihrer Maj. Regierung dieses gegenwärtig ihr zuftehende Uebergewicht anwenden möge, die wehrlosen Juden vor jeder ferner» Verfolgung zu beschirmen, und ihren vollständigen Schutz für die Zukunft zu sichern. Ihre Bittsteller wagen es in vollem Vertrauen, Dero Aufmerksamkeit für die Ansprüche dieses tiefgekränkten Volkes dringend zu verlangen. Denn von wem dürfte dasselbe eher eine schleunige und kräftige Beachtung dieser Ansprüche erwarten, als von einer Regierung, welche sich schon so edel für die Sache der Humanität verwendet, welche der Welt ein so nachahmenswürdiges Beispiel gegeben hat, indem sie die Sklaverei abschaffte und die Unterdrückten in Schutz nahm. Ihre Bittsteller erlauben sich ferner vor Dero Erinnerung zu bringen, daß das Land Palästina von dem Herrn des Weltalls den Nachkommen Abrahams, als ein ewiges, unveräußerliches Eigenlhum, vor etwa 4000 Jahren verliehen worden, und daß keine Eroberung und keine Traktate der Menschen deren Anspruch auf dasselbe vernichten können. Er hat auch beschlossen, daß sie wieder in ihr Land zurückkehren, und daß die Völker selbst zu deren Wiedereinsetzung beitragen sollen. „Denn also spricht Gott der Herr: Siehe ich will meine Hand aufheben zu den Heiden, und meinen Banner errichten dem Volke, und sie sollen bringen deine Söhne in ihren Armen, und deine Töchter sollen getragen werden auf deren Schultern, und Könige sollen deine Pfleger sein und Königinnen deine nährenden Mütter," (Jes. XL1X.) Glücklich die, welche dazu verwendet werden, Gottes barmherzige Zwecke mit seinem alten Volke zu erzielen, denn „die werden gedeihen, welche Zion lieben." Die dadurch zu erlangende Ehre und Seligkeit scheinen jetzt uns nahe zu liegen und sich uns von selbst barzubieten. Es ist auch prophezeiht worden, daß die Schiffe von Tharschisch verwendet werden sollen, die zerftreueren Stämme Israels in ihre Heimath zu führen! Welche mögen nun wahrscheinlicher dazu geeignet sein, oder könnten am besten ihren Auftrag ausrichten, als die Nation, deren Flotten so lange dazu gedient haben, Unglückliche zu beschützen und ihnen zu helfen, und welche zu allen den Ländern, wo sich Juden befinden, Zugang haben? Daß die Verheißungen Israels erfüllt werden sollen durch irgend eine der fremden Nationen, ist ausgemacht, und alles scheint jetzt deren baldige Erfüllung anzudeuten. Es bleibt nur noch übrig, zu prüfen, ob Ihrer Majestät Regierung das zu dem gesegneten Werke erwählte Werkzeug sei (wie einst Cyrus der Große, König von Persien) oder ob die Ehre und das daraus folgende Gedeihen einer andern Seemacht solle übertragen werden. Die Bittsteller können nicht schließen, ohne Ew. Gnaden zu erinnern, daß unser eigenes Schicksal, als Nation, mit der Art, wie wir die Juden behandeln, in Verbindung ftehr — denn es ist der unabänderliche Beschluß des Himmels, baß „die Nation oder das Reich, welche Israel nicht beiftehen, zu Grunde gehen, ja solche Nationen völlig vernichtet werden." Die Unterzeichneten bitten demnach Ew. Gna-

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