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Israelitische Annalen · 1841-05-14 · Heft 20 (14.5.1841) · p. Seite 153

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1841
Issue
Heft 20 (14.5.1841)
Date
1841-05-14
Page
Seite 153 (sequence 1)
Language
German
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14. Mai 1841 Nro 20. Israelitische Annalen. @in Centralblatt für Geschichte, Literatur und Cultur -er Israeliten aller Zeiten und Länder. Herausgegcben von vr. I. M. Jost. Von diesen Annalen erscheint jeden Freitag ein ganzer Bogen; Preis des Jahrganges Rthlr. 3 — fl. 5; man subscribirt bei allen lödl. Postämtern und in allen Buchhandlungen des Zn- und Auslandes. Herzogthum Nassau. Verbesserungen der bürgerlichen Verhältnisse. Eingabe deS ReligickSlehrerS Hrn. B. Höchstädter, betreffend die Eidesformel.— Bedenken eines bayerischen Lehrers gegen den Seminarunterricht des Herrn St ein h ard. — Nachrichten und Correspondenzen: Italien; Bologna; Berlin; Copenhagen; von der böhmischen Gränze. — Literatur. — Beantwortung. — Nöthige Berichtigung. — Anzeige. Herzogthüm Nassau. Verbesserungen der bürgerlichen Verhältnisse. C r n g a b e des Religionslehrers Herrn B. Höchstädter, betreffend die Eidesformel. Mir der Verbesserung -er bürgerlichen und religiösen Verhälniffe der Israeliten im Naffauischen geht es jetzt vorwärts. Ueber Abschaffung der bisherigen Judenfteuer ist bereits in der Ständekammer debattirt worden. Auch die Armenkassen der Gemeinden sollen von nun an ohne Unterschied der Confessionen' für Alle gemeinschaftlich bestehen. Ferner wird demnächst das humane Prinzip ausgesprochen werden, daß wer sich von den Israeliten der Oekonomie, den Handwerken rc. widmet, hinsichtlich seiner Reception wie die christlichen Untertanen behandelt werden solle. Da nun im Nassauischen Gewerbfreiheit bestehet, und man nichts von Zunfrintriguen weiß, so muß eine solche Maßregel vom besten Erfolge sein.—Mehr noch soll jetzt für sittlich-religiöse Cultur unsrer Glaubensgenossen geschehen, — und sind bereits von hoher Landesregierung an sämmtliche Aemter im Herzogthume Anfragen ergangen, auf welche Weise und wie viele Schul- und Synagogenbezirke für israelit. Religionslehrer und Prediger gebildet werden können? Von Rabbinats - Einrichtungen in blos kasuistischer Bedeutung ohne pädagogische Thätigkeit ist dabei nicht die Rede, da unsre einsichtsvolle Regierung vorzugsweise auf die künftige Generation zu wirken beabsichtigt, um dieselbe einer vollkommenen Emanzipation würdig zu machen! Wir lassen hier die obenerwähnte Eingabe folgen, welche auch für andere Länder einiges Interesse, hat. An das Herzoglich Nassauische hohe Staats- Ministerium zu Wiesbaden! Unterthänige Vorstellung des israelitischen Religionslehrers Benjamin Höchstädter daselbst, um eine zeitgemäße Vereinfachung der Beeidigungsformel für israelitische Glaubensgenossen, nach den Grundsätzen des reinen Zudenthums, damit dieser heilige Akt die rechte Wirksamkeit habe. I. Von den religiösen Elementen des sogenannten Iudeneides. Es ist leider ein altes Vorurtheil—welches übrigens von den Laien unter den Juden so gut als von den meisten Christen geglaubt wird — als wäre es im Judenthume keine löbliche Handlung, einen Eid, sollte er auch wahr sein (nex njnzir), selbst an der Gerichtsftätte zu beschwören; und müsse darum der» Jude einem solchen Akte so viel als möglich auszuweichen suchen, obgleich hiedurch die vom Richter gesuchte Wahrheit sich nie Herausstellen und dabei

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