Mannheim
Compact Memory

Israelitische Annalen · 1841-04-16 · Heft 16 (16.4.1841) · p. Seite 128

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitische Annalen
Volume
1841
Issue
Heft 16 (16.4.1841)
Date
1841-04-16
Page
Seite 128 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/3133765-3133874-3133891--1117-3135330
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

128 ter sei derjenige, welcher Zeiten Lind Stunden ausrechnet und sagt: heute sei günstig auszugehen, morgen einzukaufen ic." Merkwürdigerweise, ober auch nicht, wenn man den Geist der ältern Rabbinisten mit dem jüngern vergleicht, hat diese Erklärung des Akiba bei Maiinonides und dem Verfasser der Turim gesetzliche Aufnahme gefunden, während Karo dieses Gesetz ignorirt, und dagegen den mehrerwähnten Aberglauben sanktionirt. Schließlich können wir nicht unerwähnt lassen, daß nicht allein der jetzige Rabbiner |>. Aub zu München zur Zeit des abnehmenden Mondes in die Ehe eingetreten ist, sondern schon früherhin der nun selige Rabbiner Salomon Kohn zu Fürth sein eigenes Kind bei abnehmendem Monde heirathen ließ. Möchten nur in ähnlichen Fällen die geistlichen Lehrer dem Aberglauben des Volkes auf gleiche Weise durch Belehrung und Beispiel entgegentreten! A. Oppenheim, 3. April 1841. — Schon längst fühlte die hiesige israelitische Religionsgemeinde das dringende Bedürfnis für ihre Jugend eine eigene Elementarschule zu gründen, und hegte zugleich den Wunsch, daß der an derselben angestellt werdende Lehrer auch die gottesdienstlichen Funktionen versehe, insbesondere aber zur Haltung religiöser Vorträge in deutscher Sprache bei dem Gottesdienste qualificirt und dadurch auf die Civilisation der Gemeinde zu wirken im Stande sei. Dieser Wunsch ist nun durch die Fürsorge unserer höchsten Staatsbehörde, in dem für die hiesige Stelle definitiv ernannten Elementarlehrer, Herrn Schön Hof, dem schon ein guter Ruf vorangegangen, auf das Schönste erfüllt worden. Mittwoch den 13ten vorigen Monats wurde derselbe von Großh. Schulbehörde feierlichst installirt, wobei derselbe in einer Anrede an die Schuljugend kund gab, daß die von der Gemeinde gehegten Erwartungen befriedigt worden. Zn noch höherem Grade zeigte derselbe heute seine Qualificarion als Prediger in seiner gehaltvollen Antrittsrede in der hiesigen Synagoge, worin er so schön als würdevoll und klar die Forderungen, welche die Gemeinde an ihren Lehrer zu machen berechtigt ist, und die Pflichten, die er gegen dieselbe zu erfüllen hat, in kräftigen, liebeathmenden Worten zu schildern wußte. Die Zuhörer verschiedener Confessionen, worunter auch mehrere Geistliche, verließen, in jeder Hinsicht befriedigt, die Synagoge, und die Gemeinde wünscht sich Glück, einen solchen ehrwürdsgen, in jeder Beziehung tüchtigen Lehrer zu besitzen, der zugleich durch sein würdevolles Vorbeten, in der todten hebräischen Sprache einen lebendigen Gottesdienst zu halten versteht. — Wer konnte z. B. das mit so inniger Andacht gesprochene hebräische Gebet für unfern geklebten Landesvater, für die obrigkeitlichen Behörden und Personen des theuern Vaterlandes anhörcn und ungerührt bleiben? — Ihm gebührt diese öffentliche Anerkennung. Möge er seine Laufbahn, die er so rühmltchst begonnen, eben so fortsetzen, und es wird ihm gewiß der Dank, die Liebe und Achtung seiner Gemeinde, die er sich bereits erworben hat, erhalten werden. Gott segne seine Bemühungen! * * * Frankfurt a. M. — Dem Verfasser der Damascia, Herrn L. H. Löwen stein, ist folgendes Schreiben vom Pariser Central-Consistorium zugegangen: Oonsistoire Central des Israelites. Paris, le 28. Mars 1841. Monsieur! Mr. *S'. Cahen, Directeur du recueil mensuel Les archives israelites de France, nous a adresse l’exemplaire de l’ouvrage allemand, intitule Damascia, que vous avez publie sur les derniers evenemens de Lamas, et que vous l’avez Charge de nous faire parvenir. Nous vous prions, Monsieur, d’agreer tous nos remercimens de cet hommage. Nous avons lu votre ouvrage avec tout l’interet qu’inspire un travail fait avec aulant de conscience que de latent et qui joint au mente d un style toujours a la hauteur de son sujet les documens les plus precieux sur le deplorable evenement dont nos malheureux coreligionnaires de l’orient ont ete les victimes et qui a si vivement excite les sytnpathies non seulement de nos coreligionnaires, mais aussi de tous les hoinmes de bien des autres cultes. Votre livre qui est ä la fais un monument historique et une refutation victorieuse de l’odieuse calomnie qu’on a cherche ä propager de nouveau contre les principes de notre croyance religieuse, sera recherche par tous ceux qui meditent sur la destinee des Israelites dans les diverses contfees du Globe, et qui veulent apprecier avec exactitude les circonstance de cette douloureuse catastrophe. Nous avons l’honneur de vous annoncer que1 le depöt de votre livre aux archives de notre adininistration a ete ordonne dans notre derniere reunion. Agreez, Monsieur, l’expressiou de nos sentimens les plus distingues. Les membres du Consistoire Central: Worms de Romilly, President. Ad. Cremieux, Vice-President. JE. Deutz, grand Rabbin. M. Maas. M. Cerfbeer. Raphael aine. PJi. Simon. M. Polack, Secretaire. Anzeige. Jetzt complett. •]D^3 'Di hv myoD THE ITIMIiAlti 0F RABBI BEAJAMl OF TUDELA. TRANSLATED AND EDITED BY A. ASIIER. Two vols. 8vo. (about 750 pages.) c o N t k x t s: VOX,. X. a~) Hebrew Text, a new critical Edition, wilh points, collated with and corrected alter the Constantinople and Ferrara Editions. b) Bibliography. c) English Translation. VOX,. II. a) Introduction. b) Notes, historical, geographical and critical in Illustration of the author, by Messrs. D’Ohsson, Munk, Rapaport, Ritter, Zunz and the Editor. cj An Essay on the geographical literature of the Jews, . from the remotest tirnes, to the year 1841. By Db. Zunz. d) An Essay on the state of the Khalifate of Bagdad, during the latter half of the twelfth Century. By Mr. Lebrecht. e) On the geography of Palestine, fromjewish sources. By Dr. Zunz. Priee 8 Rthli*. Ein ’iyerk, das keiner Bibliothek, keinem Geschichtsforscher und keinem Philologen fehlen darf. London und Berlin. A. ASIIER Co. Druck und Verlag von Johann David Sauerländer in Frankfurt am Main.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.