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Israelitische Annalen · 1841-01-08 · Heft 2 (8.1.1841) · p. Seite 9

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1841
Issue
Heft 2 (8.1.1841)
Date
1841-01-08
Page
Seite 9 (sequence 1)
Language
German
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8. Januar. N^o 2. 1841. Israelitische Annalen. E in Centralblatt für Geschichte, Literatur und Cultur -er Israeliten aller Zeiten und Länder. m_ Herausgegeben von Dr. I. M. Jost. Von diesen Annalen erscheint jeden Freitag ein ganzer Bogen; Preis des Jahrganges Rthlr. 3. — fl. 5; man subscribirt bei allen löbl. Postämtern und in allen Buchhandlungen des Zn- und Auslandes. Statistisches aus de» Berichten der Schottischen Mission. — Historische Notizen über die Entstebnnq mehrerer jüdischen Gemeinden. — Das israelitische Schulwesen in der Pfalz, von E. Grünebanm. — Vorschlag zu neuen die Wohlfahrt befördernden Vereinen, von Abraham Kohn. — Nachrichten und , Correspondcnzcn: Großtanischa (Ungarn); Trier; Kurhessen. — Beantwortung. — Anzeigen. Statistisches aus den Berichten der Schottischen Mission. Wiewohl der Zweck der Missionsanftalten natürlich dem Wirkungskreise der Annalen fern liegt, zumal der bisherige Erfolg, wenn gleich den Conrribuenten in so weit befriedigend, als ihnen jedes Individuum, welches das Chriftenrhum annimmt, ein genügender Lohn für die vielfachen Opfer ist, doch in Beziehung auf die Israeliten bisher keinen wesentlichen Einfluß gehabt hat, so dürfen wir doch andrerseits die vielfachen Arbeiten derselben nicht mit Stillschweigen übergehen, besonders aber erscheinen uns die historischen und statistischen Notizen, welche sie an's Licht bringen, von wesentlichem Nutzen für die allgemeine Sachkunde. Das Staristische darf häufig nur als ungenau angenommen werden, indeß wird durch die Zusammenstellung allmählich die Berichtigung gefördert. Die neuesten Berichte enthalten folgende thatsächliche Angaben. Palästina har sich in jüngster Zeit Den Israeliten auf eine Weise geöffnet, wie es seit vielen Jahrhunderten nicht der Fall war. Mehemet Ali hat dem vr. Duff die Versicherung gegeben, daß dieselben nicht nur ganz gleich mit den Moslemen behandelt werden, sondern auch, daß sie Grundbesitz rrwexben können und sich des Schutzes der Regierung versichert halten dürfen. (Das ist aber nicht ganz wahr, und erst jetzt, unter der legitimen türkischen Herrschaft wird dies alles der Fall sein.) Die dortigen Juden, sagt der Bericht, sind streng rabbinisch und noch ganz frei von französischem Unglauben und deutscher Neologie und demnach ist dort freies Feld für die Mission. (Wir zweifeln sehr, daß dies ein so günstiger Boden für das Chriftenrhum sei.) Uebrigens betrachten sie sämmtlich die Engländer als ihre Freunde und der englische Consul in Jerusalem, dessen Jurisdiction (?) sich über das ganze ehemalige Land Israel erstreckt, hat von der englischen Regierung Instructionen, die Israeliten in seinen Schutz zu nehmen. In Jerusalem selbst wirkt bekanntlich die englische Mission, welche dort eine Kirche für hebräische Liturgie erbaut hat; in Galliläa wollen die Schotten arbeiten, und als besten Punkt bezeichnen sie Sap h et, dessen schöne Lage und gesundes Clima, so wie die Aussicht auf den See Genesareth und alte Erinnerungen mannichfache Vortheile und Anregungen darbieten. Auch die Juödn lieben Diesen Ort, welchen sie zu den vier heiligen Städten rechnen, und schauen mit Theilnahme nach den weißen Gräbern jenseit des Thales, wo einige ihrer Heiligen schlummern. Einer Tradition zufolge hat Jeremia die Bundeslade in jenem Berge, der die Stadt trägt, vergraben. — Vor dem Erdbeben am 1. Januar 1837 wohnten daselbst 7000, jetzt etwa nur 2000; Die Ruinen haben bald wieder -es-

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