Israelitische Annalen
- Journal
- Israelitische Annalen
- Volume
- 1840
- Issue
- Heft 44 (30.10.1840)
- Date
- 1840-10-30
- Page
- Seite 365 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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30. Oktober 1840. Nro 44. Israelitische Annalen. E i n Centralblatt für Geschichte, Literatur und Cultur -er Israeliten aller Zeiten und Länder. Herausgegcben von Dr. I. Mt. Jost. Von diesen Annalen erscheint jeden Freitag ein ganzer, bisweilen 173 Bogen; Preis des Jahrganges 3 Rthlr. fl. 5 man subscribirt bei allen lobt. Postämtern und in allen Buchhandlungen des In - und Auslandes. Nachricht die Fortsetzung und Erweiterung der Annalen betreffend. — Bescheidene Anfrage über eine Stelle in I)r. Geiger's Meli» Chopbnajiin. — Nachrichten und Correspondenzcn: Triest; Bon der Donau (Fortsetzung); AuS dem Preußischen; Hamburg (Fortsetzung.) — Literatur. a t i d> t die Fortsetzung der Israelitischen Annalen betreffend. Wir finden gegründete Veranlassung, unfern in der Ferne wohnenden geneigten Lesern hiermit zu eröffnen, daß die Israelitischen Annalen auch im Jahr 1841 in gleicher Art wie bisher, wöchentlich in 1 Bogen, erscheinen werden. Eine größere Ausdehnung, wie wir solche früher beabsichtigten, hat sich als unnöthig erwiesen, indem wir durch gedrängter» Druck im Stande waren, das vorliegende Material erschöpfend zu 'liefern. Sollten inzwischen außerordentliche Fälle eine Erweiterung dennoch erfordern, so wird auch in der Folge bisweilen eine Beilage hinzugefügt werden. Die Haupttendenz dieser Annalen bleibt unverändert: eine besonnene, würdige, unpartheiische und umsichtige Darstellung der israelitischen Angelegenheiten in allen ihren Verzweigungen, zunächst in der einzigen Absicht, eine klare und möglichst authentische Sachkenntniß zu verbreiten, wie solche die gereiftere Bildung allgemein fordert. Die Oeffentlichkeit hat bereits viel geleistet; nach allen Richtungen hin zeigt sie ihren Einfluß auch auf die wichtigsten praktischen Fragen. Es war dieß das einzige Heilmittel gegen so viele eingewurzelte Uebel, und die Theilnahme, welche die Oeffentlichkeit der Behandlung gefunden hat, ist der schönste Beweis des bessern Strebens unsrer Zeit. Möge der Eifer in deren Beförderung nicht erkalten, und die Langsamkeit der Erfolge diejenigen, welche zur Verbreitung richtiger Ansichten und einer fortschreitenden Verständigung Mitwirken, nicht abschrecken, vielmehr überzeugen, daß noch viel zu thun übrig bleibt. Die Gesetzgebung, bis vor wenigen Decennien auf ein Herkommen beschränkt, welches oft der ungerechtesten Willkühr seine Entstehung verdankte, hat seitdem humanern Grundsätzen Raum gegeben, in mehreren Ländern alle Unterschiede aufgehoben, in andern, obgleich noch Rücksichten bestehen, doch theils jede Bedrückung abgestellt oder gemildert, theils auf eine bessere Zukunft vorbereitend hingewiesen; in einigen Ländern, wo sie noch nicht einzugreifen sich bewogen fand, sucht sie durch humanere Handhabung der Gesetze ihren Fortschritt zu beurkunden. Je dankbarer man dieß anerkennt, um so mehr muß man sich fragen, woher noch jetzt so viele Schwankungen und Mißverhältnisse? Die Publicisten geben uns genügende Antwort. Wir lesen ein beständiges Für und Wider, ein stetes Reprodu-