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Israelitische Annalen · 1840-10-02 · Heft 40 (2.10.1840) · p. Seite 333

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1840
Issue
Heft 40 (2.10.1840)
Date
1840-10-02
Page
Seite 333 (sequence 1)
Language
German
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2 October. 5R*° 40. 1840* Israelitische Annalen. E i n Centralblatt für Geschichte, Literatur und Cultur der Israeliten aller Zeiten und Länder. Herausgegeben von Vr. I. M. Jos!. Von diesen Annalen erscheint jeden Freitag ein ganzer, bisweilen 1% Bogen; Preis des Jahrganges 3 Rthlr. fl. 5; man subscribirt bei allen löbl. Postämtern und in allen Buchhandlungen des In- und Auslandes. Reise der Herren Cremieur und Montcfiore. — Ferman des Mebemet-Ali. — Stimmen der Rabbinen unsrer Zeit. — Toleranz des vorigen Jahrhunderts. — Nachrichten und Corresdondenzen: Frankreich; Straßburg; Königsberg; Baiern; Altenmuhr (baier. Mittclsranken); von der russischen Gränze; Gallizien. — Literatur. — Erledigung. — Beantwortungen. — Anzeigen. Reise -er Herren Cremieux rm- Montefiore. (Nach den Archives Israelites de France.) Seitdem der nächste Zweck der großen Mission, welche die genannten Männer nebst ihren Begleitern übernommen haben, als erfüllt angesehen werden kann, wenden wir uns zu den Einzelheiten eines Unternehmens, welches, wenn auch alle übrigen Nachforschungen unfruchtbar bleiben sollten, bereits der Geschichte angehört und die beiden Namen unsterblich macht. Wir zweifeln nicht, daß unsre Leser gern jeden Umstand näher wissen möchten, und ^.vorzugsweise dem Hrn. Cahen, Herausgeber.der Archive» Israelites de France Dank wissen werden, daß er, auö der nächsten Quelle schöpfend, alles, was ihm in dieser Hinsicht zukommt, veröffentlicht. Noch ist vieles nicht bekannt geworden, was wahrscheinlich einer später detaillirten Nachricht Vorbehalten tzleibt. Die Reisenden haben überall, wo sie durchkamen, einen unbeschreiblichen Enthusiasmus erregt, die Briefe aus dem mittägigen Frankreich ergießen sich mit wahrhaft südlichem Feuer über die Erscheinung der Pilger, deren Entschluß an und für sich großartig, noch an Bedeutung gewinnt, wenn man bedenkt, wie viel diese Männer in ihrer bürgerlichen Stellung aufopfern, wie schwierig das Geschäft, eine barbarische Regierung auf humanere Grundsätze Hinweisen zu wollen, und wie ungünstig und gefahrvoll die augenblicklichen Umstände seien. Alles das ist von Freunden und Feinden gewiß anerkannt worden. In Livorno, schreibt Hr. Munk, hat die Ankunft derselben die ganze Stadt in Bewegung gesetzt. Die Israeliten füllten die Straßen und begleiteten sie mit ihren Segnungen. Man betete Nachmittags vor der üblichen Zeit in der großen Synagoge. Der heilige Schrank ward alsdann, nach dem Schluß des Gebetes, geöffnet, der Rabbiner trat vor denselben, und sprach ein besonderes Gebet für die Reisenden. (Diese besahen auch die trefflichen Schulanftalten daselbst, — welche wir schon oben beschrieben haben.) Am vierten August Morgens kamen sie im Hafen von Alexandrien an. Am 7tcn ward Herr Montefiore mir seinem Gefolge, durch Hrn. Oberst Hodges dem Me hem et Ali vorgeftkllt, welcher sie sehr gut aufnahm. Mehemet Ali kannte den Herrn Montefiore bereits von seiner früher» Reise nach Syrien her, und sagte zu ihm: „Wir sind alte Freunde." — „Ich hoffe auch, erwiderte Herr Montefiore, „daß Sie mich freundlich behandeln werden." — „Gewiß," sprach Mehemed Ali, „aber Gerechtigkeit vor allem!" — Nach

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