Israelitische Annalen
- Journal
- Israelitische Annalen
- Volume
- 1840
- Issue
- Heft 31 (31.7.1840)
- Date
- 1840-07-31
- Page
- Seite 268 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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268 gehen. Dieser köstlichen Requifiten erfreuen wir uns hierseits im ausgebreitesten Maße, als der schönsten Ergebnisse jener beharrlichen Leitung, die über unsere kirchlichen Institutionen ihre treue Pflege in Schule und Synagoge erleuchtet und erleuchtend waltet, den Fortschritt immer weise fördernd, ohne wahrhafter Pietät je etwas zu vergeben. Dieses mag zur Würdigung so mancher Artikel gesagt sein, worin die kirchlichen Angelegenheiten Badens mit so wenig Rücksicht als Sachkenntniß in öffentlichen Blättern zuweilen besprochen werden. Die Redaction hielt es für angemessen, obige Darstellung des Sachverhältnisses unverkürzt aufzunehmen, weil in der Thal die Ausbildung der musikalischen Seite des Cultus von weit großerm Gewichte ist, als die große Mehrzahl veranschlagt, und kann nur den Wunsch wiederholen, daß dergleichen Gesangvereine zur wahren Verherrlichung des Gottesdienstes sich recht viele bilden mögen. D. H. Dänemark. — Aus zuverlässiger Quelle erfahren wir, daß die königliche Proposition in Betreff der israelitischen Verhältnisse, welche demnächst den Holsteinischen Ständen vorgelegt werben soll, ganz in dem humanen Geiste abgefaßt ist, welcher die gegenwärtige Regierung überall charakterisirt. Wenn gleich von einer vollständigen Emanzipation noch nicht die Rede ist, so wird doch jedenfalls auf eine völlige Gleichstellung vor dem Gesetze und auf Mitwirkung in Communal-Wahlen und ähnliche Kennzeichen eines freien Bürgerthums angetragen werben, was in Holstein unter den Anze obwaltenden Umständen, wenn der Gesetzvorschlag, wie zu erwarten ist, durchgeht, immherhin als ein Fortschritt bezeichnet werden kann. — Kurze Anzeige. Gedächtnisrede zu der dem glorreichen Andenken Sr. Hochseligen Majestät des Königs Friedrich Wilhelm III. in der Synagoge zu Frankfurt a. O. am 23. Juni 1840 gehaltenen Todtenfeier, von vr. Samuel Hold heim (dcmnächftigem Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinschem Landrabbiner). Leipzig bei C. L. Fritzsche. 15. S. in 8. Diese treffliche Rede hat bereits einige Celebrität gewonnen, bedarf daher, unserer Empfehlung nicht. Der Ertrag ist zum Besten des jüdischen Handwerksvereins zu Frankfurt a. O. bestimmt. Bitte an die geehrten Leser. Der Herausgeber, auf einer kleinen Erholungsreise begriffen, hat zwar für den ungehinderten Fortgang der Annalen während seiner Abwesenheit die nöthige Sorge getragen, bittet aber jedenfalls um gütige Nachsicht, wenn einige neu eingehende Artikel, welche etwa seine besondere Redaktion erfordern, und eine Stellvertretung nicht füglich zulassen, um eine oder zwei Wochen später erscheinen. i g e n. So eben ist erschienen und wurde an die Besteller der ersten 3 Bände gesendet: vor 4te und letzte Band, des: nnan isd Das Buch Kusari, welches Zehuda Halevy in arabischer Sprache verfaßt, und Jehuda Jbn-Tibon aus Granada ins Hebräische übertragen; die Hebräische Uebertragung mit einem neuen exegetischkritischen Commentar und mit einer historischen und philosophischen Einleitung begleitet von Gedalja Brecher, Mag. Chirurg, br. Druckp. 20 gr. Velinp. Rthlr. 1. Alle 4 Bände kosten nun: Druckpapier Rthlr. 2. 16 gr. Velinpapier Rthlr. 3. 4 gr. Zugleich benachrichtige die geehrten Abnehmer des bei M. I. Landau in Prag erscheinenden gr. 8 Talmud, daß der?te und 8te Band (Ioma und Suka) an dieselben versendet wurde. — Leipzig im Juli 1840. C L. Fritzsche. Ein Subjekt, das mir einer starken Stimme begabt und im Besitze der erforderlichen musikalischen Kenntnisse zur Leitung des Choralgesanges, so wie der übrigen nothwendigen Requisiten eines Chasans ist, kann bei der hiesigen Gemeinde Anstellung erhalten. Hierauf Reflektirende haben baldmöglichst in portofreien Briefen bei den Unterzeichneten sich anzumelden, und glaubwürdige Zeugnisse über ihren religiösen Lebenswandel, so wie über ihre musikalische Ausbildung beizulegen. . Die Repräsentanten der mosaischen Gemeinde in Kopenhagen. Mit einer literarischen Beilage von C. L. Fritzsche in Leipzig. Druck und Verlag von Johann David Sauerländer in Frankfurt am Main.