Israelitische Annalen
- Journal
- Israelitische Annalen
- Volume
- 1840
- Issue
- Heft 19 (8.5.1840)
- Date
- 1840-05-08
- Page
- Seite 168 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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— 168 — Nachricht Unfern Geschäftsfreunden in Rußland, welche bisher Schwierigkeiten beim Debit der israelitischen Annalen zu begegnen vermeinten, theilen wir hierdurch die Nachricht mit, daß gemäß einer uns von hoher Kaiserlich Russischen Gesandtschaft zu Frankfurt a. M unterm 30ten April zugefertigten Eröffnung, auf den Grund einer vorgängigen Prüfung der Tendenz dieser Annalen abseiten hohen Kaiserl. Ministeriums des Innern zu St. Petersburg, der Verbreitung und Circulation der israelitischen Annalen in den Kaiserl. Russischen Staaten, bei Jnnehaltung der Zensur - Vorschriften, nichts im Wege stehe. Demnach werden die Annalen überall, sowohl auf dem Wege des Buchhandels als durch die Post, gleich ieder zugelassenen Zeitschrift regelmäßig zu beziehen sein. Die Redaction der israelitischen Annalen. A n z e Antwort auf die an mich gerichtete freundliche Aufforderung des Herrn R. Leopold Schott in Randegg, die Fortsetzung von Heidenheims betreffend. Herr R. L. Schott äußert in Nr. 16 der Annalen den, gewiß von vielen Freunden der eregetischen Literatur geteilten Wunsch, es möge das von Heidenheim begonnene, großartige Unternehmen des KHpO Fortsetzung und Vollendung erhalten. ' Herr L. S. hat die Güte, mich zu dieser Arbeit aufzufordern und die gutmüthige Artigkeit, seine schmeichelhafte Aufforderung in die mir schmeichelnden Worte einzukleiden: „Herr L. rc. würde ohne Zweifel mit dieser Arbeit sein „Verdienst und seine Anerkennung sehr erhöhen." — Gewohnt, gleich den meisten jüd. Literatoren, bei Aufstellung meiner liter, Bilanz die Deckung des Ausfalls an Anerkennung durch die, freilich ungewisse Hoffnung auf einiges wissenschaftliche Verdienst zu versuchen, und allenfalls auf erstere ganz verzichten zu müssen, würde ich sehr gern dem ausgesprochenen Wunsche des Herrn L. S. nachgeben, vorausgesetzt, daß das Publikum (wenn ein jüdischer Eregete überhaupt ein sojches hat) dem Werke wenigstens so viel Tbeitnahme widmet, daß die Druckkosten gedeckt sind, und ich nicht Gefahr laufe, so zu sagen, zum Märtyrer meines Buches zu werden. — Im Besitze vieler schätzbaren, dem Publikum theilweise dem Namen nach schon bekannten Hülfsquellen, und durch das Studium von Hcidenheim's nachgelassenen fragmentarischen Manuskripten mit dem Geiste dieses, leider erst jetzt „Anerkennung" findenden, großen Gelehrten vielleicht vertrauter, als mancher mir sonst weit überlegene Geist, konnte ick längst der Versuchung nicht widerstehen, über viele schwierige Stellen des Pentateuchs nach einer solchen Methode Erklärungen niederzuschreiben, die — si licet comparare — als eine Art Fortsetzung des linDD angesehen werden dürften. Erwähnung dieses projektirten Kommentars that ich schon in einer Note zu meiner Erklärung von Prov. 13, 13 (S.116).— Wenn nun das Publikum mit Herrn L. S. und mir über den berühmten Gegenstand einerlei Meinung ist, so erlaube ich mir folgende Vorschläge zu machen: 1) Sämmtlicke Redaktionen öffentlicher Blätter, welche sich für die Sache zu jnteressiren belieben, eri g e n. klären sich bereit, auf das Werk Subscriptionen anzunehmen, und veröffentlichen von Zeit zu Zeit die Namen der erhaltenen Subskribenten. 2) Buchhandlungen suchen, im Interesse der Wissenschaft, das Werk nach Kräften zu verbreiten und zu unterstützen. 3) Volks- und Schullehrer thun aus demselben Interesse ein Gleiches. 4) So wie von Hei den heim der Anfang, wird auch von mir die Fortsetzung des Werkes bogenweise ausgegeben, der Bogen zu 2 ggr. oder 8 kr.; jedoch für Buchhandlungen mit dem üblichen Rabbat von 33z %. 5) Sobald durch die, wie oben gesagt, öffentlich bekannt werdenden Subscriptionen die Druckkosten hinlänglich gedeckt sind, wird von mir die gewünschte Fortsetzung des fcnEE KlpD in der erwähnten Weise sofort erscheinen. Ich erlaube mir schließlich noch die Anfrage an das g elehrte Publikum, ob es räthlich wäre, die bei meinem Kommentare vielfach benutzte, zum Nachtheile der Wissenschaft noch so wenig bekannte samaritanische Version ETtälrt) mit hebräischen Lettern neben dem Terte beizudrucken, wasgewiß für einen sehr großen Theil des Publikums von außerordentlichem Nutzen wäre. Auf diese Anfrage erbitte ich mir eine motivirte Antwort in den „Israelitischen Annalen." Frankfurt, Ende Aprils 1840. L. H. Löwenstein. Stellen Gesuche. Mehrere, durch ganz vorzügliche Zeugnisse* über gediegene Kenntnisse sowohl als bereits erprobte Leistungen und Gewissenhaftigkeit in der Amtsverwaltung, empfohlene Lehrer und Schulmänner, welche zugleich im Predigen geübt sind, suchen feste Anstellungen an bereits bestehenden oder zu errichtenden Schulen, oder auch angemessene Hauslehrerstellen in angesehenen Privalhäusern. Man wende sich deßhalb portofrei an Unterzeichnete Redaction, welche mit Vergnügen bereit ist die Vermittelüng zu übernehmen. Die Redaction der Israel. Annalen. Druck und Verlag von Johann David Sauerländer in Frankfurt am Main