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Israelitische Annalen · 1840-04-17 · Heft 16 (17.4.1840) · p. Seite 137

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1840
Issue
Heft 16 (17.4.1840)
Date
1840-04-17
Page
Seite 137 (sequence 1)
Language
German
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17. April. Nr» 16. 1846. Israelitische Annalen. Ein Centralblatt für r* . . Geschichte, Literatur und Cultur der Israeliten aller Zeiten und Länder. Herausgegebcn von Nr. I. M. Jost. Von diesen Annalen erscheint jeden Freitag ein ganzer, bisweilen iy2 Bogen; Preis des Jahrganges 3 Rthlr. fi. S; man subscribirt bei allen löbl. Postämtern und in allen Buchhandlungen des In- und Auslandes. Emanzipationsfrage in Ungarn, — Di« iSr. Bürger- und Äealschule zu Frankfurt a. M. — Biographische Skizzen, von vr. Sommerhausen (Schluß.)— Ueber die Kalenderregeln in den Pkrke R. Elieser, von l»r. M. Creizenach. — Interessante historische Urkunden. — Nachrichten und Eorrespondenzen: Nord-Italien; Frankreich; Großh. Baden. — Literatur. — Literarisch-Kritische Briefe (Forts.) — Notizen. — Zur Beachtung. — Anzeigen. Cmanzipatiorrsfrage Ln Ungarn. Preßburg am 31. März 1840. Die Emanzipationssrage der Juden rviftde heute bei der Magnatentaftl unter Vorsitz des Reichsoberrichters verhandelt, und obgleich der ständische Antrag nicht gänzlich angenommen wurde, so bewilligte man doch größere Concesstonen, als nach dem allgemeinen Gerüchte zu erwarten waren. Das ständische Nuntium unterstützen in seinem ganzen Umfange die Grafen Zay, Alexander Erdödy , Dominik Teleky, Hedrich Viezay und die Freiherren Joseph Eötvös und Jeszenak. Bischof Bann Barkoczy sprach sich mit vieler Duldung aus. Er wünscht von Herzen die Juden aus ihrem rohen Zustande ewporgehoben zu sehen, und stimmt vor Allem für die Abstellung der Toleranztaxe, da in unserm mildern Jahrhunderte nur bei den Heiden noch Verfolgungen anderer Religionen getroffen wird (Eljen). Hinsichtlich der Bürgerrechte wünschte er ihnen zwar Concessionen zu verleihen, doch die Gewährung der ständischen Wünsche im ganzen Umfange würde für jetzt noch zu viel sein. Allein hinsichtlich ausländischer Juden verlangt er eine gesetzliche Sanktion gegen die Einwanderung derselben. Diejenigen Juden, welche Handwerke treiben, sollen, wenn sie mit den nöthigen Kenntnissen ausgerüstet sind, in die bürgerlichen Innungen ohne Hindernisse ausgenommen werden, wodurch sie einen wirklichen Grad des Bürgerthumes erreichen. Man muß die christlichen Handwerker ihrer veralteten Vorurthejle entkleiden, den» wenn es der Armee keine Schande ist, Juden in ihren Schooß aufzunehmen, so kann es noch viel weniger eine Schande für die Innungen sein. De» Ständen wäre zu erwiedern, daß sie sich in Einzelnheiten über die Einbürgerung einlassen und die zu gewährenden Concessionen specifisch anführen sollen. Nun führte der Kronhüter, Graf Teleky, die sen Vorrrag specifisch aus, und verlangte folgende Concessionen: 1) Abstellung der Toleranztaxe; 2) Widerruf des königl. Rescriptes, mittelst welchem Güterexarrentirungen untersagt werden. Doch wünscht er über Letztere keine Erwähnung im Gesetze, sondern die Abstellung nur durch die vollstreckende Gewalt factisch bewerkstelligt; 3) die jüdische Religion soll kein Hinderniß zur Aufnahme in bürgerliche Innungen sein; 4) die Juden dürfen Urbarial-Sessionen einlösen. Alles dieses wünscht der Redner durch ein Gesetz bestimmt, für die Zukunft zeigt er sich geneigt zu ausgedehnten Concessionen, für jetzt aber genüge das eben in Vorschlag gebrachte. Diese Wohlthat will der Redner nicht bloß einheimische» Jude» gewähren, sondern auch jenen, die aus fremden Ländern einwandern, was dem Lande aus mehr als einem Grunde nützlich werden kann. Graf Anzel Dessewffy ist mir diesem Anttage vollkommen ein-

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