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Israelitische Annalen · 1840-03-27 · Heft 13 (27.3.1840) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1840
Issue
Heft 13 (27.3.1840)
Date
1840-03-27
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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von der gänzlichen Haltlosigkeit alles durch H. Vorgebrach - ten überzeugen; die selbst Untersuchenden sehn dieß ohne meine Anleitung ein. Hrn. H. aber kann ich nur bedauern wegen der Verkehrtheit, in die er sich gewaltsam hineinarbeitet, besonders aber «egen des anmaßenden, knabenhaften und gemein schimpfenden Tones, den er anzunehmen entweder für angemessen hält, um schlichte Leute zu verblüffen, oder durch Leidenschaftlichkeit verführt wird; und dieß um -so mehr, weil früher durch persönliches Zusammenleben ein freundliches Verhältniß zwischen uns stattgefunden hatte. Nur erst als er in seinen „Mittheilungen" einen so ekelerregenden Ton, und auch gegen mich, angestimmt, hielt ich es für nothwendig, ihn ein für alle Male ernstlich und derb von mir abzuweisen. Ich hatte diese Schrift in Berlin im November 1838 erhalten, nahm deßhalb den Iiin nochmals vor, um beide Schriften zu verbinden, und beendigte am 2«. December dess. I., wie aus der Unterschrift ersichtlich ist, die in Rede stehende Recension, unter äußerlich zwar noch höchst unruhigen, aber doch nun literarische Beschäftigung zulassenden Verhältnissen, während ich früher an solche gar nicht denken konnte. Darauf deute ich in meinem Schlußworte zu dem genannten Hefte — das wahrlich noch anderes Wichtiges enthält, als die Abweisung des elenden H.'schen Machwerks — vom 16. Januar 1839 hin, wenn ich sagte, daß es dem Leser angenehmer sein müsse, erst spät „durchdachte, aus wieder gewonnener (innerer) Ruhe hervorgegangene Arbeiten" zu erhalten. als einige Zeit ftüher solche, „deren Inhalte der Charakter der Flüchtigkeit und Unruhe hätte aufgedrückt sein müssen." Statt dessen sagt Hr. H., ich hätte sieben Monate lang Muße gehabt, um durchdachte u. s. w. Arbeiten zu liefem und führt dieß mit Anführungszeichen als meine Worte an, was ich nun keineswegs deßhalb abweise, um mir etwa Nachsicht zu erbetteln, da ich getrost die Zuversicht hege, deren nicht mehr als irgend Jemand zu bedürfen, sondern bloß um hiermit schließlich nochmals ein Pröbchen von Hirsch's trügerischem Verfahren zu geben. Diesem ganzen Unwesen gegenüber mag.ich nun auf mein bisheriges Verfahren nicht Hinweisen, nicht auf mein Bestreben, eine jede persönliche Verunglinipfung ferne zu halten, sowie ich selbst nicht einmal* den entsetzlichen Styl H.'s angriff und nur dann gelegentlich sein Kauderwälsch bemerklich machte, als er mit seiner gewohnten Petulanz Aufmerksamkeit auf die Darstellung zu bespötteln sich erdreistete. Nur muß ich bemerken, daß Verfahren, Ton nnd Haltung, wie H. sie angenommenn, die Sache schänden, welche zu vertreten er vorgiebt, und meint er es wirklich ernst mit derselben, so sei seine erste Aufgabe, von nun an sich innerlich und daher auch in seiner ganzen äußern Erscheinung zu veredeln, wenn er der Veredlung und Besserung fähig ist. Dieß mein letztes Wort an Hirsch. Breslau, den 4. März 1840. Abraham Geiger.

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