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Israelitische Annalen · 1840-03-20 · Heft 12 (20.3.1840) · p. Seite 112

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1840
Issue
Heft 12 (20.3.1840)
Date
1840-03-20
Page
Seite 112 (sequence 8)
Language
German
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112 Recht zweckmäßige und musterhafte Gelegenheitsreden. Die zweite.ist aus dem Dänischen übersetzt, denn sie ist <am I6ten Januar) in dänischer Sprache gehalten worden, auch im Original im Druck erschienen. Gleichzeitig erschienen daselbst: Worte am Grabe -es Herrn Levin Kali sch; Vorstehers der im Jahre 1803 von Bing und Kalisch errrichteten Schulanstalt, und ersten Lehrers an der isr. Freischule zu Copenhagen, den 26. Jan. 1840, gesprochen von vr. A. A. Wolfs. Wir empfehlen beide Dchristchen als sehr lesenswerth und anregend. _ Personal - Chronik und Notizen. Frank, Prof, der Philos. am kön. Soll. zu Versailles, hat in der Akademie der moralischen und politischen Wissenschaft mehrere kabbalistische Abhandlungen über So har und S> Jezira vorgelesen. Munk ist an der kön.Bibliothek bei derManufcriptenabtheilung zu Paris angestellt worden. Derselbe hat von der Regierung die Erlaubniß erhalten, den arabischen Text des m)Q (nach Vergleichung von 6 Codd.) drucken zu lassen. Eine französische Uebersetzung mit Noten wird Nachfolgen. vr. Cohn ausPreßburg, (jetztin Paris) will ein Mscr. 6omw. v. Kimchi's zur Genesis, aus Bibi Royale, dem Druck übergeben. Es fehlt ein Stück zu Anfänge und zu Ende. Doch ist auch das Vorgefundene schätzenswerth. Am 27. Febr. starb in Berlin I. Moser, Beglaubter der Gemeinde, ein Mann von vorzüglichen Kenntnissen im Felde der jüdischen Literatur, und zugleich Sammler einer vortrefflichen Bibliothek dieses Faches. Der Herausgeber der Annalen betrauert in dem Hingeschiedenen einen Freund, welcher auch durch seine uneigennützige Mitwirkung an der Berliner Mischnah-Ausgade und Uebersetzung (1832 dis 1834) sich in der Literatur dankende Anerkennung erworben hat. Die Gazzetta privilegiata di Milano ( Mailänder Zeitung) vom 28. Jan. c. enthält ein artiges Sonnet von Herrn Giuseppe Zapparevi aus Verona an den Wundarzt, Professor Medoro zu Padua, welchem jener feinen ©anf ausdrückt für eine merkwürdige, an ihm vor drei Jahren glücklich vollbrachte Operation. Zapparelli litt nämlich an einem bedeutenden Aneurysma am odern Theile der lmken Hüfte nahe am arcus cruralis, und Medoro verrichtete die überaus schwierige Unterbindung der arteria iliaea externa, in Gegenwart und zur Bewunderung mehrerer anwesenden Chirurgen. Der hier gepriesene Herr Samuel Medoro ist ein Israelit zu Padua, (geb. 1788) und in ganz Italien wegen seiner chirurgischen Operationen berühmt. Auch als wackerer Mann von edeler Gesinnung genießt er allgemeine Achtung. Einen Ruf als Professor einer auswärtigen Universität hat er abgelehnt, da derselbe Religionswechsel zur Bedingung machte. Von Saadia's nijm nülÖK wird je%t in Berlin eme ueue Ausgabe vorbereitet. Das Berliner Seminar unter Leitung des vr. Zunz wird im April eröffnet werden. Von Arnheims Uebersetzung der nyi^ii ist bereits die erste Hälfte erschienen und wir werben darüber berichten. Die Schrift n'3tn, welche nicht ohne Geist und Kenmniß verfaßt ist, aber an allen Ecken und Enden, selbst nach des Herausgebers Sorgfalt, alle Persönlichkeiten zu streichen, nur nach widriger Polemik hascht, wirb jetzt von Berlin aus ihre Abfertigung erhalten, wie sie es um so mehr verdient, als sich manche nicht scheuen, ihr die ungemeffensten Lobhudeleien zu spenden. So eben erfahren wir. aus sicherer Quelle und wir halten es einer öffentlichen Bekanntmachung werth, daß das im Jahre 1836 in der Hellwing'schen Hofbuchhandlung zu Hanover erschienene kleine, aber gediegene Schriftchen: „Ist es dem Israeliten erlaubt, einen falschen Eid u.s.w. zu leisten?" — welches in den Recensionen des Hamdurgifchen Correspondenten 1838. Nr. 142, und der Jenaischett allgemeinen Literaturzeitung Nr. 148 als ein mit vieler Sachkenntniß und Gründlichkeit ausgearbeitetes Merkchen anerkannt wurde, den Herrn Landradbiner Bodenheimer in Hildesheim zum Verfasser habe. Die Handschriften des Mose Ch. Luzzaro. Folgende Notizen theilt uns Herr S. I. Mulder auS Amsterdam mit. Betreffend die Anm. 125 zu pq III. 10. S. 125. Die drei noch ungedruckten Schriften des M. Ch. Luzzato sind noch da, sehr schön erhalten in der Bibliothek eines Freundes von mir. Alle drei Bücher sind in einem Bande zusammen sehr sorgfältig geschrieben in raddinischer Schrift, — von der Hand des David Franko Mendes — jedes Anfangswort eines Abschnittes in Ouad^iLlschrift, um jede Seite ein Rand von pother Tinte. Der Titel deS ersten lautet pnpin 'D (mit dem Zusatze : von dem ftommen Gelehrten M. Ch. L, welcher im heiligen Lande verstorben ist; Verf. npn (1742) in Amsterdam.) Das Werk enthält 32 Blätter vber 63 Seiten 8vo., nur das erste Blatt ist breiter und enthält eine Conjugationstabelle, der vollständigen verba, Infin. und Imperatif stehen zuletzt. Der Anfang des Werkes lautet also: wm, nravin |m inan, dw pnpin ’p?n Ptt'np'n rvovi ■»p^ri/ onöKon pa rc. nmp:n wm nvnwn "jrwn (d. i. die Grammatik zerfallt' in zwei Theile, 1) Bildung der Wörter, 2) Bildung der Sätze. Die Theile der Wörter sind zwei, 1) Buchstaben, 2) Vokale rc.) Am Schluß steht die Regel über Mappik, Maphsik rc. Die letzten Worte sind der ganze Vers Prov. I. 5. Der Titel des Zweiten pvjnn D (mit Zusatze gleichen Inhalts, ebenfalls 1742.) Sie enthält 71 Blätter 8vo mit der Vorrede. Diese beginnt rc. orptw yaoip noi pxn rvp-o by ^pts'Jäo (d. i. Wenn wir die irdischen Geschöpfe und ihre Verhältnisse betrachten, so sehen wir, daß Gott dem Menschen einen bedeutenden Tkeil an der Ausbildung dieser Erdenwelt und deren Vervollkommnung angewiesen hat, so daß wir sagen können, die Urschöpfung sei in dieser Beziehung nur der Anfang zu den weuern Entwickelungen u. s. f.) — Am Schluß befinden sich alle Urtheilsregeln, und endlich ein Jnhaltsverzejchniß. Der Titel der Dritten ist nSP7ön 'D, und sie enthält 31 Bl. 8vo. Am Ende des Buches befindet sich eine Abhandlung über öffentliche Reden. 3 Blätter, kurz, aber sehr inhaltreich; daher ich sie hier in Abschrift beifüge. *) Hinten befindet sich angeheftet ein eigenhändiger Brief des Verf. aus Palästina an 2 seiner Schüler in Amsterdam. Die Addresse lautet: A os Senf David Franco Mendes e David de Fonseca, Amsterdam. Der Inhalt ist eine kurze Anzeige. daß er sich ihrer freundschaftlich erinnere und nächstens bei mehr Muße ausführlicher schreiben werde. Das Schreiben ist datirt Acco, Sonntag den 22. Tammus 503 (1743 Sommer). Es ist ausgemacht, daß L. gleichzeitig mit seiner ganzen Familie zu Akko (Akre) am 26. Jjar 507 (1747) der Pest erlag. *) Wir haben solche an die Redaction des pjD gesandt, mit der Bitte, sie wo möglich noch in den so eben erscheinenden 5len Band mit aufzunehmen. D. H. Druck und Verlag von Johann David Sauerlander in Frankfurt am Main. %

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