Israelitische Annalen
- Journal
- Israelitische Annalen
- Volume
- 1840
- Issue
- Heft 9 (28.2.1840)
- Date
- 1840-02-28
- Page
- Seite 84 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3133765-3133820-3133830--0575-3134729- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
pensionirtt, 9 funktionirenbe Rabbinen, 4 funktionirende Rabdinats-Amtsverweser, 1 Vicar, 2 Kandidaten und 3 Studiosen der Theologie, ein mit der Bevölkerung völlig harmoni. renbes Derhältniß. — Nachdem im Regierungsblatt unter den aus der königl. Staatskasse bewilligten Beiträgen für Kirchen- und Schulbaukosten p. 1838 — 39 auch der sehr erhebliche Beitrag von 1790 fl. der israelitischen Kirchengemeinde bekannt gemacht worden, wird ebendaselbst auch das Rechnungsergedniß der israel. Centtalkirchenkaffe p. 1837 — 38 mitgetheilt. Nach demselben beläuft sich der Fonds der Kasse auf 50.155 fl. 14V» kr. und hat im Verwaltungsjahr 1837 — 38 fast um 2090 fl. zugenommen, was, wenn man die vielen Ausgabenposten in's Auge faßt, auf einen geordneten Kaffenhaushalr schließ entläßt. Literatur. Zu erwartende Werke: Vor uns liegt der Prospektus (nebst Probe) zu einer neuen Ausgabe des 'n'f'on -ßo, mit einer deutschen Uebersetzung, einem fortlaufenden philosophischen Commentar, und einer historisch-kritischen Einleitung; von Heimann Jolowicz und David Cassel (beide zur Zeit in Berlin). Ueder das Werk selbst haben wir schon Nro. 37 der Annalen von 1839, bei Gelegenheit der verdienstlichen Ausgaben von Brecher, gesprochen. Wir können der Literatur nur Glück wünschen zu der beabsichtigten neuen Ausgabe, welche in Berlin erscheinen soll, — wenn sie das recht gründlich leistet, was sie verspricht. Die jungen Männer, welche dies Werk unternommen haben, besitzen die dazu nöthige historisch-philosophische Vorbereitung und lassen allerdings etwas Gediegenes erwarten. Das Manuscript ist, wie uns versichert wird, vollständig druckfertig, und die Ausstattuna nach der Probe sehr ansprechend. Das Ganze soll in 8 Heften erscheinen, deren Preis (15 Sgl.) nicht zu hoch ist. *) Die Probe zeigt einen recht scharfen hebräischen Druck und angemessene deutsche nicht zu kleine Schrift. Der deutsche Ausdruck sowohl der Uebersetzung als des Commentars erscheint leicht und faßlich, was bei Werken dieser Gattung besonders wichtig ist. Wir erlauben uns noch die Bemerkung, daß das Werk sicherlich an Interesse gewinnen werbe, wenn die Herren Herausgeber sich nicht allzustreng an die ohnehin arabisirte Cvnstructivn des Originals halten, sondern paraphrasirend übertragen, jedoch unter stetiger Beibehaltung der gleichen deutschen Ausdrücke für gleiche hebräische des Originals, damit der Leser, welcher beide vergleicht, nicht irre werde. Eden so wünschenswert ist für die eingestreuten Bibelverse, die Befolgung einer bestimmten Uebersetzung. Wir werben mit aufmerksamer Theilnahme dieser literarischen Erscheinung folgen, und darüber getreulich berichten. Freuen soll es uns, wahrzunehmen, daß die fleißige Ssxbeit der beiden Herausgeber in weit verbreiteter Bestellung Aufmunterung und Belohnung finde. Berichtigungen. Herr i)r. Creizenach bemerkt, daß in seinem jüngsten Werke ^esou Mora S. 111. Z. 7. v. u. zu lesen sei: Iophjephith; und S. 57. Z. 12. v. o. statt ,.Hohepriester" also: Priester sichtznur am Bruder, aber nicht an der Schwester (von väterlicher oder mütterlicher Seite) rc. In Annalen S. 38. Sp. 2. Z. 24 von unten ist zu lesen: Unordnungen, st. Anordnungen. ^Bestellungen darauf befördert die Buchhandlung des Herrn I. D. Sauerländer in Frankfurt a. M. Für den hiesigen Ort liegt der Prvspectus bei. Anzeigen. Im Verlage des Unterzeichneten ist so eben erschienen: OD_7tP Zesod Mora. Grundlage der Gottesverehrung, Untersuchungen über das mosaische Gesetz und die Grundprinzipien der israelitischen Religion, von Mt. Abraham ihn JEara. Hebräischer Text nebst paraphrastischer Verdeutschung von Br. M. CREIZENACH. In eleg. Umschläge broschirt. fi. 1. 30 kr. Diese gehaltvolle Schrift eines sehr berühmten jüdischen Denkers bedarf für Kenner der hebräischen Literatur keiner weitern Empfehlung. Für Gründlichkeit und Sorgfalt in der deutschen Bearbeitung bürgt der rühmlichst bekannte Name des Herrn Uebersetzers. Joseph Baer, Zeil H. 11, der Schäfergasse gegenüber. So eben ist erschienen: Allgemeines Archiv des Iudeuchums von vr. I. Heinemann, 1. Bandes -s Heft. 15 Sgr. Inhatt: Vorrede. — Die Heiligung des göttlichen Namens; gottesdienstlicher Vortrag vom Rabdincr D. Goldheim., — Hebräisches Gedicht an Guttenbcrg, den Erfinder der Buchdruckerkunst. — Hebräisches Gedicht von den Zöglingen der jüdischen Waisenknaben-Anstalt zu Breslau an die Vorsteher. — Die Funbainentallehre des Judentums, Fortsetzung.— Ueber die Epacten des R. Samuel im jüdischen Kale«^ der 7*02!^ mDpn von M. D. Block. — Probe von der Uebersetzung 'zu Moses Chajim Luzatto's allegorischem Drama: Lob der Redlichen r6nn □'Hl&'p- — Geschichte der Juden in der Stadt Posen. — Hebräische Synonymik. — Entwurf eines Plans zur Unterstützung israelitischer Lehrer und deren Familien in den Preuß. Staaten. — Literarische Berichte. — Maffora, Bibeln, Concordanzen. Berlin, den 12. Januar 1840. vr. I. Heinemann. In der Groos'schen Buchhandlung (A. Bielefeld) in Carlsruhe ist erschienen: Das Gotteshaus eine Beförderungs-Anstalt des höher» Lebens und des gegenseitigen Friedens; dargestellt in zwei Predigten <- von Rabbiner Elias Willstätter. 18 kr. rhein. 4 ggr. Druck und'Verlag von Johann David Sauerländer in Frankfurt am Main.