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Israelitische Annalen · 1840-02-28 · Heft 9 (28.2.1840) · p. Seite 77

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1840
Issue
Heft 9 (28.2.1840)
Date
1840-02-28
Page
Seite 77 (sequence 1)
Language
German
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1840. 28. Febmar. S. Israelitische Annalen. Ein Centralblatt für Geschichte, Literatur und Cultur der Israeliten aller Zeiten und Länder. Hevausgegeben von vr. I. M. Jost. Von diesen Annalen erscheint jeden Freitag ein ganzer, bisweilen V/B Bogen; Preis des. Jahrganges 3 Rthlr. fl. S; man subscribirt bei allen löbl. Postämtern und in allen Buchhandlungen des In- und Auslandes. Der ZelotiSmuS und seine Gegner. — Einige Norizen zur Würdigung der socialen Bedeutsamkeit der Juden in Galizien, von B. B—l (Schluß.) — Bemerkungen zur Geschichte der Metzer Rabbinate, von Tsarphati (Fortsetzung.) — Nachrichten und Corresponvenzen-. Bericht eines gelehrten rusfichen Israeliten aus Lithauen (Fortts.); Rheinpreußen; Frankreich (Forts.); Elsaß; Breslau; aus dem Württembergische». — Literatur. — Anzeigen. Der Zelotismus und feine Gegner. Zweiter Artikel. (Vergleiche Jahrgang 1839. Nr. 38.) Die Angelegenheit des durch ein höchst ungerechtes Verfahren seines Amtes beraubten und in allen Beziehungen bitter verfolgten Rabbiners Jonathan Alexandersohn aus Csaba in Ungarn, dessen sich andrerseits die anerkanntesten Deutschen, so wie mehrere Ungarische Amtsbrüder mit wahrhafter Herzensfrömmigkeit angenommen haben, ist durch die öffentlichen Blatter im Allgemeinen bekannt geworden, und hat gewiß mit Recht, minder wegen des speciellen Falls—Gleich auch ein solcher schon für sich Theilnahme zu finden nicht, verfehlt — als vielmehr wegen des sich darin kund gebenden Geifteskampfes unsrer Zeit, einen Platz in den Annalen der Israeliten verdient. Gegenwärtig befindet sich Herr I. Alexandersohn hieselbft und wir haben dadurch Gelegenheit gehabt, die sammtlichen Akten und Belege jener merkwürdigen, noch jetzt nicht ge-, schlossenen Verhandlung, durchzugehen, und uns so von der Wahrheit der Darstellung, die wir in Nr. 38 des vorigen Jahres nur skizziren konnten, zu überzeugen. Herr A. wird dieselben baldmöglichst herausgeben, und wir können nur wiederholentlich bemerken, daß eiue solche aktenma'ßige Beleuchtung von nicht geringem Interesse sein werde. Auch ist bereits die Zahl der Unterschriften zur Unterstützung dieses Werkes zu einer bedeutenden Höhe gestiegen, und dessen Herausgabe steht nichts mehr im Wege, als die noch nöthige Vervollständigung durch einige Belege. Wir haben hier die Absicht, einen gedrängten Inhalt dessen zu geben, was aus dem zu erwartenden Werke sich Herausstellen werde, und hoffen somit, denjenigen, welche noch mit der Sache unbekannt geblieben, einige erwünschte Auskunft zu ertheilen. Die sammtlichen vorrärhigen Akten liegen theils in Originalen theils in authentischen Abschriften vor ubs. Es sind dieß 51 größere und kleinere Urkunden, Briefe und schriftliche Verhandlungen,, größrentheils in hebräischer Sprache. Am 86. Sept. 1833 ward I. A. aus Schwerin a. W., zu Csaba contracimäßig als Rabbiner ausgenommen. Einer Abhängigkeit desselben oder der Gemeinde von irgend einer andern Behörde wird in der Anftellungsurkunde nicht erwähnt, beide Theile erscheinen als selbstständig und frei handelnd, ohne daß eine Bestätigung oder Einmischung von anderer Seite her als möglich oder nöthig gesetzt wäre. Der Charakter des Mannes, damals 34 Jahr alt, war, wie dieß sich von selbst versteht, unbescholten, seine Zeugnisse von vielen Seiten her sehr empfeh-

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