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Israelitische Annalen · 1840-01-24 · Heft 4 (24.1.1840) · p. Seite 40

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1840
Issue
Heft 4 (24.1.1840)
Date
1840-01-24
Page
Seite 40 (sequence 12)
Language
German
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40 Haust er auch in Friedens Wohnung, Sein Ende kennt für ihn keine Schonung — Das Gesicht bedeckt mit Swaam, Das Herz durchwühlt von Gram, Kömmt er, Gottes Erbarmen zu erringen u. s. w. Zn einem Bußgesange erbebt sicb der Dichter, den Sün. dem brohend in wahrhafter Erhabenheit, wenn er ihnen zuruft: Vor dem Gerichtstag bebet, Uebereilte im Handeln! Erzittert, wenn zu Gericht alle Geschöpfe wandeln! Dorm Tag, an dem Berge zersplittern. Und Felsen auch verwittern. Am Tage, der zur Rechenschaft alles vereinet. Wo alles Verborgene hell und klar erscheinet; Vor dem, der Datersünden an den Kindern rächt. Bis in das dritte und vierte Geschlecht. Wer erinnert sich nicht hier an das Dies irae, 0ie8 illa, einem alt. katholischen Kirchengesange, der mit diesen angeführten Stellen eine wunderbare Aehnlichkeit hat. Das omaes ante thronum — und das quiquid latet, apparebit, nil inultum remanebit — sind fast dieselben Gedanken. Hier sieht man, wie oft zwei yanz entlegene Dichter in einer Darstellungswelse Zusammentreffen. Doch der Blitz ist in dieses Dichters Hand eine ungewohnte Waffe, er geht bald darauf in sanftere Empfindungen und Tröstungen über, indem er, Blumen ausstreuend sagt: Der Reinen Seelen einst erglänzen, Morgenstrahlen sie einst bekränzen. In Fülle ihre Augen dann erblicken. Was nur Menschen kann beglücken. Schön besingt er bas Gottvcrtrauen und die Eitelkeit der irdischen Güter, indem er'ausruft: Gottes Name ist Schutz und Wehr, Weltgüter sind vergängttch sehr. Glücksgaben sind eitel nur. Der Reiche stirbt — hin ist seiner Sterblichkeit Spur. Eitel ist das Gold und die Pracht der Welt; Flüchtig wie der Traum, wie die Blume zerfällt — Eitel ist alles Menschentreiden auf der Erde, Sämmtlich führt der Tod sie weg. wie der Hirt die Heerde. (Fortsetzung folgt.) Anzeigen. So eben sind erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: 271)2'IN-/Ari Rohem. Streitschrift über die Echtheit des Sohar und den Werth der Kabbala, von Leon M o d en e se. Nach einer Handschrift zum ersten Mal herausgegeben, mit Einleitung, Vorrede, Jnhaltsanzeigen und Anmerkungen versehen von vr. Julius Fürst. 8. br. Rthlr. 1. max'pn©' Die Sprüch'e der Vater, das älteste Denkmal der neuhebräischen Literatur. In der Ursprache zum Behufe akademischer Vorlesungen herausgegeben von vr. Julius F ü r ft. gr. 8. br. 4 gr. mow izd bv Aben Esras Handschriftlicher Commenrar über Exodus. Aus einer Tunesischen Handschrift zum ersten Mal herausgegeben von Isaak Reggio, gr. 8. 8 gr. rrafrn -ied* Studien über die ältesten Schriften der jüdischen Literatur und 242 Kritiken über die Zunz'sche Schrift: „die gottesdienstlichen Vorträge der Juden" von Eljakim Milsahagi, ehemaligem Rabbiner zu Smiloff. 4. br. Rthlr. 1. 12 gr. Diese schätzbare Schrift, vielleicht die einzige in der jüdischen Literatur, welche ganz der Kritik gewidmet ist, enthält auch einen historischen Abriß über den Studiengang in der Philosophie und Kabbala bei den Zuden. •nron "ibd- Das Buch Kusari, welches Jehuda Halevy in arabischer Sprache verfaßt, und Jehuda Jbn-Tibon aus Granada ins Hebräische übertragen; die Hebräische Ueberrragung mit einem neuen exegetisch kritischen Commentar, und mit einer historischen und philosophischen Einleitung begleitet v. G. B r e ch e r, Or. chirurg. w. Bd. br. IL gr. p I. mir ll. Bd. Rthlr. 1. 8 gr. Der vierte und letzte Band erscheint in Kurzem, und möge diese schnelle Aufeinanderfolge der einzelnen Theile als der unzweideutigste Beweis fürchie überaus günstige Aufnahm.' dieses Werkes sprechen. Auch ist dem 2ten Band ein Sendschreiben des bekannten S. D. Luzzato vorgedruckt. NOO bw rrun no* Die Pesach Hagada, oder Erzählungen von Israels Auszug aus Egypten. Zum Gebrauch der beiden ersten Abende des Mazot-Feftes. Von'neuem wörtlich aus dem , hebräischen Originale verdeutscht. 3te Auflage. 8. br. 8 gr. 'hiz -j)ot>n- Der Talmud mit den alten Commentarien, Randglossen und Zugaben, nebst Sprachberichtigung qv^ nb-iq) und Erklärung aller in den alten Commentarien vorkommenden occidentalischenFremdwörter, von M. I. Landau, gr. 8. 33 Bde. Pranumerationspreis: Druckpapier Rthlr. 37. 12 gr., Schreibpapier Rthlr. 50., fein Velinp. Rthlr. 75. Der erste und zweite Band dieses wichtigen israelitischen Nationalwerkes ist bereits erschienen, die übrigen folgen in kurzen Zwischenräumen. Die Pränumeration erfolgt für jeden Band, und wird nur beim ersten Bande der doppelte Betrag eines Bandes gefordert, wofür der letzte dann gratis geliefert wird. Ferner diene hiermit wiederholt zur Nachricht: daß sämmtliche hebräische Verlagsbücher des Hrn. M. I. Landau in Prag von mir, durch jede Buchhandlung zu beziehen sind. Leipzig, im Ncvember 1839. C. L. Fritzfche. Druck und Verlag von Johann David Sauerländer in Frankfurt am Main.

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