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Israelitische Annalen · 1840-01-17 · Heft 3 (17.1.1840) · p. Seite 28

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1840
Issue
Heft 3 (17.1.1840)
Date
1840-01-17
Page
Seite 28 (sequence 8)
Language
German
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SU ermitteln. Die größte Anruchme schätzt die Anzahl auf etwa 15,000. Manche nehmen nur 10,000 an. Sie wohnen vornehmlich in den vier bei ihnen sogenannten heiligen Städten, in Jerusalem gegen 7000, in Hebron 7 — 800, in Tiderias 1200, in Saphet 1500 — 2000. In den Küstenstädten wohnen etwa in Jaffa «0, in Kaifa 150—200, inAkre200, in Tyrus 150, in Sidon 300; in Nablus (dem ehemaligen Sichar, — Sichem—) fanden wir gegen 200, und 150 Samaritaner. In den galiläischen Dörfern mögen 4 — 500 sein. Die Zahl hat bedeutend zugenommen seit 1832, da der Pascha von Aegypten Syrien in Besitz nahm. In den letzten zwei Jahren war die Zunahme nicht so stark, wegen den Verheerungen der Pest, der wachsenden Theuerung der Lebensmittel, der schlechten finanziellen Verhältnisse der jüdischen Gemeinde, und der Unterdrückung ihrer Rabbinen. — Die für die Juden des heiligen Landes in den Synagogen gesammelten Spenden belaufen sich auf 2800 Lst. (?) Jeder Jude im Lande, reich oder arm, hat, nachdem er ein Jahr im Lande sich aufgehalten, seinen Antheil daran, wofern er ihn aunimmt. — Sie behalten die schöne Kleidung ihrer Voreltern bei und sind ein edelaussehender Stamm — verglichen mit den unglücklichen Arabern, die im Lande zerstreut sind. (Dies gilt wohl nur vyn den Eingebornen.) Fast ave Männer verbringen ihre Zeit mit Lesen. In Jerusalem sind 6 Synagogen und 38 Lesezimmer (d. h. wo Thalmud rc. studirt wird), letztere lauter Stiftuugen von Privaten zur Erlangung ewigen Seelenheiles. Jedes hat 5—6 gering besoldete Vorleser, von denen 1 oder 2 stets zugegen sein müssen.— Ein zweiter Bericht fügt hinzu: die Abnahme deS frühem Zulaufs finde ihren Grund auch in der Uneinigkeit der Gemeinde zu Jerusalem. Nur die zu Tyrus. Sydon und Kaifa treiben Geschäfte. Armuth herrsche mit wenigen Ausnahmen allgemein. (Jewish. Intellig. Nov. 1839.) Aus Bombay berichtet man ebendaselbst vom 6. April 1839, daß die von Englischen (Schottischen) Missionären in Bombay errichteten Schulen zu Alibag, Revadanda und Aurbepur, von 116 Schülern jüdischer Religion besucht werden. Diese werden (was wir zur Vermeidung eines bereits anderswo vorgekommenen Mißverständnisses bemerken) in der christlichen Religion unterrichtet und nur zu diesem Zweck werden diese Schulen errichtet. Wir müssen den Bericht, daß die Israelitischen Lehrer dort überaus große Zufriedenheit mit dem Unterricht darthun, und kräftig Mitwirken, als offenbar einseitig, für jetzt noch dahingestellt sein lassen. Anzeigen. So eben sind erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: □ni: nN« Ari Nohem. Streitschrift über die Echtheit des Sohar und den Werth der Kabbala, von Leon Modenese. Nach einer Handschrift zum ersten Mal herausgegeben, mit Einleitung, Vorrede, Jnhaltsanzeigen und Anmerkungen versehen von 0r. Julius Fürst. 8. br. Rthlr. 1. yiB* Die Sprüche der Vater, das älteste Denkmal der neuhebräischen Literatur. In der Ursprache zum Behufe akademischer Vorlesungen herausgegeben von Dr. Julius Fürst, gr. 8. br. 4 gr. mow ibd bv "too* Aden Esras handschriftlicher Commenrar über Exodus. Aus einer Tunesischen Handschrift zum ersten Mal herausgegeben von Isaak Reggio, gr. 8. 8 gr. PPBfcn ibd* Studien über die ältesten Schriften der jüdischen Literatur und 242 Kritiken über die Zunz'sche Schrift: „die gottesdienstlichen Vorträge der Juden" von Eljakim Milsahagi, ehemaligem Rabbiner zu Smiloff. 4. br. Rthlr. 1. 12 gr. Diese schätzbare Schrift, vielleicht die einzige in der jüdischen Literatur, welche ganz der Kritik gewidmet ist, enthält auch einen historischen Abriß über den Studiengang in der Philosophie und Kabbala bei den Juden. nron -ibd* Das Buch Kusari, welches Jehuda Halevy in arabischer Sprache verfaßt, und Jchuda Jbn-Tibon aus Granada ins Hebräische übertragen; die Hebräische Uebertragung mit einem neuen exegetisch kritischen Commentar, und mit einer historischen und philosophischen Einleitung begleitet v. G. B r e ch e r, Dr. chirurg. HI. Bd. br. 12 gr. I. und II. Bd. Rthlr. 1. 8 gr. Der vierte und letzte Band erscheint in Kurzem, und möge diese schnelle Aufeinanderfolge der einzelnen Theile als der unzweideutigste Beweis für die überaus günstige Aufnahme dieses Werkes sprechen. Auch ist dem 2ten Band ein Sendschreiben des bekannten S. D. Luzzato vorgedruckt. HDD bw mn tid* Die Pesach Hagada, oder Erzählungen von Israels Auszug aus Egypten. Zum Gebrauch der beiden ersten Abende des Mazot-Feftes. Von neuem wörtlich aus dem hebräischen Originale verdeutscht. 3te Auflage. 8. br. 8 gr. Tiobn- Der Talmud mit den alten Commentarien, Randglossen und Zugaben, nebst Sprachberichtigung nehd) und Erklärung aller in den alten Commentarien vorkommenden occidentalischenFremdwörter, von M. I. Landau, qr. 8. 33 Bde. Pranumerationspreis: Druckpapier Rthlr. 37. 12 gr., Schreibpapier Rthlr. 50., fein Velinp. Rthlr. 75. Der erste und zweite Band dieses wichtigen israelitischen Nationalwerkes ist bereits erschienen, die übrigen folgen in kurzen Zwischenräumen. Die Pränumeration erfolgt für jeden Band, und wird nur beim ersten Bande der doppelte Betrag eines Bandes gefordert, wofür der letzte dann gratis geliefert wird.' Ferner diene hiermit wiederholt zur Nachricht: daß sämmtliche hebräische Verlagsbücher des Hrn. M. I. Landau in Prag von mir, durch jede Buchhandlung zu beziehen sind. Leipzig, im November 1839. C L. Fritzfche. Druck und Verlag von Johann David Sauerländer in Frankfurt am Main.

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