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Israelitische Annalen · 1839-12-06 · Heft 49 (6.12.1839) · p. Seite 396

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1839
Issue
Heft 49 (6.12.1839)
Date
1839-12-06
Page
Seite 396 (sequence 12)
Language
German
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396 bekannt, daß die Babylonier auch einen Götzen Sesac hatten (Gray Weltgsch.), demnach konnte Ieremia recht wohl Babylon durch Sesac bezeichnen; wie No nach Ammon genannt wird. Was 2b anbelangt, so erhellt ganz deutlich, daß hier das Wort □'-£'3 fehlt, wie denn Jonathan auch überträgt 'KiiCO NjnN 'DiT by und dann besonders Dl j^Vup , vergl. Kimchi, und der Sinn ist: Gott rege gegen die Chaldäer ein böses und verderbenbringendes Volk auf u. s. w. Die Erklärung des Herrn K. ist offenbar wider den geraden Sinn der Stelle, wie man leicht aus dem Zusammenhänge sieht. Betreffend D’pTii'/ so ist auch hier keine so erzwungene Erklärung nöthig. p-irr? ist im Armäischen eine Farbe (vergleiche Kethub. 17), wahrscheinlich heißt es, wie in der Concordanz übersetzt wird: Varii coloris; vielleicht dieselbe Bedeutung wie Ies. xix. 9. rnp’nttf DTil^D ■»“Ciy, verschiedenfarbene Leinenzeuge. Mit der Bedeutung: „herbeilvcken," wie Herr K. meint, möchte es um so weniger verwandt sein, als der Consonant dort Sch in, hier Sin ist. Geschichtliche Frage. In den literar. und kritischen Blättern der Börsen- Halle Nr. 1732 u. 33 v. 9. und 12. Oct. 1839 befindet sich ein Artikel aus der «evue de Paris über die Juden in der Türkei, von vr. V. Morpurgo, worin im Ganzen nichts vorkommt, was besondere Aufmerksamkeit verdiente. Fast alles, was dort von den türkischen Juden gesagt ist, gilt von denen aller andern Länder, mit Ausnahme der ihnen eigenen Verfassung, Autonomie, Intoleranz u. dgl. — Dasselbe gilt von dem Anhang über Caraiten. Zum Schluß aber wird die Geschichte der letztern in drei Perioden getheilt, nämlich 1) v. Simon b. Schetach bis zu An an, 2) von Anan bis ins I5te Christ!. Jahrhundert, und „die dritte, so lautet der Bericht, gehört dem 15ten Jahrhundert an, als Heleliah den Don Davis von Lissabon nach Constantinopel ging, um eine Verschmelzung der Caraiten und der Rabbinisten zu Wege zu bringen. Als ihm dies nicht gelungen war, gab er ihnen einen Gesetz-Codex, welcher ihren Institutionen zur Basis dient." Von diesem Factum erwähnen nun alle uns zugänglichen Schriften der Caraiten nicht ein Wort, und außerdem sind wir im Besitz der viel älteren Gesetz-Bücher der Caraiten, so daß auf keinen Fall Institutionen aus dem XV. Saec. ihnen als Basis dienen. Wie hat man nun diesen Bericht zu verstehen, und wer ist der angebliche Vermittler? Aus welchen Quellen mag diese Nachricht geflossen sein? Wir würden jeden Aufschluß hierüber mit Dank aufnehmen. I. M. Jost. Quittung. Indem ich hiermit dem löblichen Redakteur der „israelitischen Annalen" den Empfang der eingegangenen Summe für die zum Besten armer Kurkranken israelitischer Confession veröffentlichte „Trauerrede" (s. Annalen Nr. 45), bestehend: a) in fl. 24. 48 kr. und b) in 2 Dukaten zu fl. 11. 12 kr., also im Ganzen fl. 36 quittire, sage ich zugleich einem verehrlichen Publikum im Namen aller künftigen Empfänger dieses Geldes den innigsten Dank für diese milden Gaben, über deren Verwendung zur Zeit gleichfalls Rechenschaft abgelegt werden soll. Wiesbaden d. 21. Nvv. 1839. Benjamin Höchstädter, israelitischer ReligionSledrer. N. S. Ich benutze diesen Anlaß, um zu der Nr. 4? erwähnten Nachricht, betreffend einen zur Nachahmung empfohlenen Leseverein, zu bemerken, daß dieser nur die Fortsetzung eines von Hrn. vr. Geiger bereits ins Leben gerufenen bildet. D. O. Anzeigen. Bei I. I. Weber in Leipzig ist erschienen und in allen Buchhandlungen, in Frankfurt a. M. bei I. D. Sauerländer, zu haben: Hebräisch - Deutsches kursorisches und alphabetisches Wörterbuch zum allgemeinen Siddur, Ein unentbehrliches Hülfsmittel beim Uebersetzen des allgemeinen hebräischen Gebetbuches in jeder Ausgabe, zum Selbstunterrichte und Schulgebrauch. Mit vielen grammatischen Andeutungen und Erklärungen, so wie mit einem Anhänge über die Fundamentallehre der hebräischen Grammatik und einer Anweisung zum richtigen Gebrauche dieses Wörterbuches. Von Dr. I. Heinemann. 18 gr. Bei der Redaction der Israelitischen Annalen ist zu haben: fitTD ^>28 ’n: nx*6ö wy 1cna np^n ny2 y"J HD1D nm i"Tino mzDjnB mtfiCBn n^pz d"ti "gh nao •pycty bim M. E. <Btevtt (in Wien) Elegie, über den Tod des hochgelehrten rühmlichst bekannten Oberrabbiners zu Preßburg, Herrn Moses Schreiber (Sopher). 24 kr. Druck und Verlag von Johann David Sauerla'nder in Frankfurt am Main.

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