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Israelitische Annalen · 1839-05-31 · Heft 22 (31.5.1839) · p. Seite 176

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1839
Issue
Heft 22 (31.5.1839)
Date
1839-05-31
Page
Seite 176 (sequence 8)
Language
German
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176 Bürger - und Realschule zu Frankfurt a. M. — I Mit einem Vorworte von vr. M. Heß, Oberlehrer. Frankfurt a. M. 1839. Dritte Auflage. I 64. S. — Bei I. D. Sauerländer.! Ein Buch, dessen Zweckmäßigkeit sich längst bewährt hat. Es hat in der neuen Auflage noch Verbesserungen erfahren , und die Beispiele sind durchweg vermehrt worden. Wir können es den Jugendlehrern empfehlen. Die betende Jüdin. Eine Sammlung ausgewählter Gcbere, den verschiedenen Verhältnissen des Lebens angemessen, zunächst (?) für das weibliche Geschlecht mosaischen Glaubens. Von M. Heinemann. Berlin', 1839. Bei Thome. 173 S. 8. Allerlei hebräische Formeln, mit deutscher Paraphrase, auch einige neue deutsche und undeutsche Redensarten, die schwerlich zur Andacht frommen. Schade um die schöne Ausstattung! — Ein Pröbchen mag genügen. Nr. 62. Gebet am Fasttage: „Der Wohlstand reizt den Menschen oft zu Uebermuth und nährt den Leichtsinn, der beharrlich (?) zum Jrrthum führt. Dieser steigert die Begierde und unvermeidlich ist die Sünde. In solche verfiel, o Gott, Israel, dein Volk (,) und dein Unwille rügte sie durch Feindseligkeit tyrannischer Hand und Drohung babylonischer Gewalt. (!) Mächtig legte Nebucadnezar den Grund zur Entheiligung des Tempels u. s. f." Wir wollen nicht noch einmal Zeit und Raum verschwenden, um auf den entsetzlichen Unsinn hinzuweisen, welcher hier als Mittel zur Andacht ausgebvten wird. Diese Buchmacherei muß jeden Wohldenkenden empören! Lehrbuch der israelitischen Religion, zum Gebrauche der Synagogen und israelitischen Schulen. Auf Veranlassung der königl. israel. Oberkirchenbehörde. Zweite Auflage. Stuttgart. 1839. Hallberger'scheVerlagshandlung. Wir halten es für unsere Pflicht, anzumerken, daß diese Auflage keine zweite ist. sondern genau die erste v. 1837 mit verändertem Titelwie wir aus sorgfältiger Vergleichung uns überzeugt haben, und zwar ist nicht einmal der Titelbogen neu gesetzt, wie die Druckfehler darthun. (Wozu dient wohl solche in die Augen fallende Unwahrheit?) Bedauern müssen wir übrigens, daß die erste Auflage, die an so manchen Mängeln leidet, nicht schon vergriffen ist, damit die isr. Oberkirchenbehörde eine verbesserte Auflage veranstalten könnte, was sehr nöthig ist, wenn das sonst im besten Geiste unternommene Werk auch in andern Schulen Eingang finden soll. Biblische Exegese. Das Buch Jonas, historisch-kritisch untersucht und auf seinen wirklichen Inhalt zurückgeführt durch vr. A. W. Kra hm e r. Cassel bei F i sch er. 1839. X. und 90 S. gr. 8. Auch als Ites Heft einer Sammlung, die unter dem Titel: der Schrifrforscher fortgesetzt wird. Eine recht fleißige und mit kritischem Geiste behandelte Arbeit, welche dem Buche Jonas eine bei weitem liefere Bedeutung zumeist, als bisherige neuere Kritiker ihm zugestehen wollten. Die Entwickelung ist reich an Betrachtungen und treffenden Bemerkungen. Wir können hier Werke dieser Gattung nicht recensiren, halten es aber für dem Zwecke der Annalen entsprechend, auf Erscheinungen, die das Gebiet der heiligen Schrift beleuchten, aufmerksam zu machen, und fügen hinzu, daß uns das vorliegende Werk in jeder Beziehung sehr angesprochen hat. Auch Nicht-Gelehrte können es lesen und daraus klarere Ansichten über das so sehr räthselhafte Buch gewinnen. Beantwortung und Bitte. Don verschiedenen Seiten und sehr beachtenswerthen Stimmen sind uns wohlmeinende Erinnerungen und Vorschläge zur Erhöhung der Gemeinnützigkeit der Annalen zugegangen. Diese warme Theilnahme verpflichtet uns zu aufrichtigem Danke. Wir werden, so weit es irgend, ohne der Grundidee zu schaden, angeht, auf die weitere Vervollkommnung der Redaktion und insbesondere Berücksichtigung dessen, was unsrer Zeit näher liegt, nach Kräften stets bedacht sein, und ersuchen demnach alle Sachkundigen, unter Jnnehalmng des Princips, daß wir hauptsächlich nur Dasjenige, was bleibenden Werth haben dürfte, zu veröffentlichen beabsichtigen, uns durch geeignete Mittheilungen zu unterstützen. Antikritiken, Repliken und Berichtigungen fremder Artikel können wir für jetzt nur wenigen Raum gestatten, und auch diesen nur, so fern sie wichtige Sachen, frei von Persönlichkeiten und Leidenschaftlichkeit, beleuchten und in würdigem Tone verfaßt sind. Gleichzeitig bitten wir insbesondere um statistische Uebersichten der Gemeinden, der Namen ihrer jetzt fungirenden Rabbinen, so wie der Schulen und deren Direktoren, damit wir späterhin ein Jahres-Verzeichniß liefern können. Bei Namen von Gelehrten, die etwas geschrieben haben, bitten wir, die Titel der Werke beizufügen. Die Redaction deh Israelitischen Annalen Druck und Verlag von Johann David Sauerländer in Frankfurt am Main.

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