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Israelitische Annalen · 1839-04-05 · Heft 14 (5.4.1839) · p. Seite 105

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1839
Issue
Heft 14 (5.4.1839)
Date
1839-04-05
Page
Seite 105 (sequence 1)
Language
German
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Nr.° 14. 1839 5. April. Israelitische Annalen. Ein Centralblatt für Geschichte,. Literatur und Cultrrr der Israeliten aller Zeiten und Länder. Herausgegeben von vr. I. M. Jost. Dic FacullätSfr>ige. — Briefwechsel über religiöse Zustände (zwischen Herrn Luzzato und Herrn Reggio (Fortsetzung). — Historische Aphorismen. — Bemerkungen zur Salomon'scken Volks - und Schulbibel von M. Heß in Trier. — lieber ProSbol von vr. Ereizenach. — Nachrichten und Correspondenzcn: Neueste Verordnung des Königl. Sachs. Ministeriums des Cultus und öffentlichen Unterrichts. — Anzeigen. Vei'm Beginne des zweiten Quartals der Annalen können wir nicht umhin, für die günstige Aufnahme, welche unsere Blätter, ungeachtet mancher zu Anfänge unvermeidlichen Mängel, in so kurzer Zeit gefunden haben, unfern aufrichtigen Dank auszusprechen. Wir sehen in dieser schnellen Verbreitung ein sich allgemein kund gebendes Verlangen nach wissenschaftlicher Behandlung der Israelitischen Angelegenheiten und wünschten nur, demselben in jeder Beziehung zu entsprechen. Aussicht zu einer bessern Lösung unsrer Aufgabe gewährt uns bereits die stets zunehmende Mitwirkung unsrer anerkanntesten Gelehrten des Faches so wie umsichtiger und zuverlässiger Correspondenten. Mögen die Annalen sich ferner zur Mittheilung gediegener Arbeiten empfehlen. Andrerseits hegen wir die wohlbegründete Hoffnung, daß die gebildeter« Israeliten und insbesondere die geehrten Vorstände der Gemeinden von dem Zwecke und Gehalte dieser Annalen Kenntniß nehmen, und durch wohlwollende Theilnahme deren Wirkungskreis zu erweitern sich bewogen sehen werden. Die Redaction. Die Facultätsfrage. Der aus den Zeitverhältnissen hervorgegangene Wunsch, für Synagoge und Schule eigene Lehrstühle zu erlangen, ist, nachdem er oft ohne Hoffnung auf Erfüllung im Stillen ausgesprochen worden, endlich durch öffentliche Organe aus dem Bereiche der leeren Träume in den Kreis der ausführbaren Gedanken gezogen worden. Wir lassen den Namen Fakultät, an welchen sich mancherlei Hindernisse knüpfen dürften, auf sich beruhen und halten nur die Grundidee fest im Auge, das Uebrige gehört der künftigen Gestaltung derselben an. Diese Idee hat jetzt durch fast alle Länder, wo deutsche Israeliten wohnen, die Runde gemacht, und überall. Anklang geHiyden. Dieser hat sich durch die sehr zahlreichen Zusagen von Beiträgen zu dem vorläufig erforderlichen Capital bereits genügend kund gegeben; und wir dürfen hinzufügen, daß auch unter den bisher noch nicht zu den Contribuenten gehörenden sich sehr viele der Sache zugeneigr zeigen, und daß die Beiträge, wenn erst verschiedene Bedenklichkeiten aus dem Wege geräumt sein werden, durch den Beitritt einer großen Zahl wahrer Freunde des Fortschreitens und achter Verbesserung bedeutend wachsen werden. Ueberhaupr hat der Geldpunkt in solchen Angelegenheiten, welche sich durch Gemeinnützigkeit empfehlen, niemals, selbst in den ungünstigsten Zeiten, große Schwierigkeiten dargeboten, vielmehr finden sich immer Tausende bereit, nach Kräften beizufteuerN, und was wenige nicht zu Stande bringen, richtet die Menge zuletzt aus. Wenn demnach in gegenwärtiger Frage sich noch eine Zurückhaltung wahrnehmen läßt, und auf andere weiter cinwirkt, so hat man das nicht dem Mangel an reger Theilnahme zuzuschreiben, sondern einer gewissen Besorglichkeit, die durch die Zartheit des Gegenstandes selbst hervorgerufen wird. Wir nehmen keinen Anstand, die obwaltenden Bedenken öffentlich auszusprechen. Es ist möglich, daß diese durch geeignete Vorkehrungen beseitigt werden, so daß am Ende nur die Zurückbleiben, welche überhaupt den allgemeinen Angelegenheiten kein Opfer bringen mögen.

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