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Israelitische Annalen · 1839-03-08 · Heft 10 (8.3.1839) · p. Seite 73

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1839
Issue
Heft 10 (8.3.1839)
Date
1839-03-08
Page
Seite 73 (sequence 1)
Language
German
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■ 8. März. 19. 1839. IsvaelEsche Annalen. Ein Centralblatt Geschichte, Literatur und Cultur -er Israeliten aller Zeiten und Länder. Herausge geben von vr. I. M. Jost. Beleuchtung der Theorie Horeb. — Nachrichten und Correspondenzen: Frankreich; die Anstalt für israelitische Handwerkslehrlinge in Straßdurg; Ztaliek: Triest; Dessau. — Anzeigen. Beleuchtung -er Theorie Horeb. Ein Nachtrag zur theologischen Fehde. Wir haben in diesen Blättern über den Angriff des Naphtalischen Briefwechsels auf mehrere unsrer durch Schriften sowohl als in ihren Wirkungskreisen um die Bildung ihrer Glaubensgenossen hochverdienten Gelehrten, mit aller Unpartheilichkeit berichtet, in welcher wir uns bemüht haben, unter Hintansetzung vieler Rücksichten, die edlere Seite des ankämpfenden Theiles herauszufteUen, besonders aber vermieden haben, als Sachwalter einer Parthei zu erscheinen, und anmaßend für Männer wie Herr vr. Creizenach, vr. Geiger rc. das Wort zu nehmen , die unsrer Feder nicht bedürfen, um darzurhun, wie wenig sie von den Schmähungen des Briefwechsels berührt werden. Wir sehen ehestens einigen Widerlegungen entgegen, welche ihnen, neben dem Bewußtsein ihres segenreichen Wirkens, die Genugthuung verschaffen werden, auch ihre gelehrten Arbeiten vor Verkennung und Verunglimpfung zu schützen. Während wir der Beilegung dieser kleinen Fehde im Voraus uns versichert halten, finden wir uns indeß, um nicht durch den Schluß unsers Berichtes ein Mißverständniß zu erregen, so wie auch um unsrerseits zur Erkenntniß der Wahrheit nach Kräften beizutragen, dringend aufgefordert, eine freimüthige Beleuchtung der Theorie Horeb nachzusenden, woraus erhellen wird, daß wir, obgleich die edle Absicht und die religiösen Grundsätze des Herrn Verfassers keinesweges verkennend, und darum seinen Kampf nicht minder der inner» Wahrhaftigkeit zuschreibend, doch nicht alle Welt mit ihm einverstanden glauben. Man braucht einander nicht nach allgemein üblicher Weise Finfterniß, Wahnsinn, Leichtfertigkeit, Unwissenheit, bösen Willen vorzuwerfen, und kann noch sehr verschiedener Meinung sein. Wir ehren auch in der von der unfern gänzlich abweichenden Richtung die bessere Quelle, aus welcher sie ihre» Ursprung nimmt; wenn wir auch in den Consequenzen große Mängel erblicken. Ueber das genannte Werk haben wir bereits an einem andern Orte unsre Ansicht veröffentlicht; wir entnehmen sie von dort, nur einiges an der Darstellung ergänzend, und übergeben sie hiermit der Prüfung unserer Leser. Zunächst bemerken wir, daß wir hier ein Werk von einiger Wichtigkeit vor uns haben, was wir deßhalb voraus erinnern müssen, weil Mancher von vorn herein dies Buch als das Erzeugnis der lächerlichsten Abgeschmacktheit verdammen möchte, wenn er die äußere Form betrachtet. Man muß es allerdings als eine große Verirrung ansehen, daß der Vers, die hebräischen Worte, deren richtige Aussprache offenbar untexgegangen und nicht mehr zu ermitteln ist, anstatt nach der üblichen gelehrten Aussprache, die unserem deutschen Ohre recht wohl zusagt, lieber nach der elenden, verwahrloseten, jüdisch-deutschen Mundart bezeichnet, und noch obenein diese anscheinend durch eine neue Accentuation zu berichtigen meint, während die Mehrzahl der Juden in nicht deutschen Ländern, besonders die Portugiesen, Alles dem Ursprünge

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