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Israelitische Annalen · 1839-02-08 · Heft 6 (8.2.1839) · p. Seite 41

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1839
Issue
Heft 6 (8.2.1839)
Date
1839-02-08
Page
Seite 41 (sequence 1)
Language
German
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8. Februar. 6. 1839. Israelitische Annalen. Ein Centralblatt für Geschichte, Literatur und Cultur -er Israeliten aller Zeiten und Länder. Hcrausgegebe» von vr. I. M. Jost. Historische Schilderungen; die Verfolgung Luzzato'S (Schluß.) — Theologische Febde der naphtalischen Briefwechsels gegen die Jüdisch - Theologische Zeitschrift. — Literarischer Bericht: über Dr. Schever'S More Nebuchim. — Nachrichten und Correspondenzen: AuS dem Großherzogthum Hessen.— Literatur. — Anzeigen. — Zur Nachricht und Erledigung. Historische Schilderungen. Die Verfolgung Luzzato^s. (Schluß.) Er fuhr unterdeß fort, Gelegenheitsgedichte zu machen, und besang seine Freunde, Elia Concili, Salomo Lampronri, Jacob Heilpron, und Emanuel Calbo, als sie den Doctorhut der Philosophie und Medicin erhielten. Dem Letzter» sandte er im Februar 1730 ein ähnliches Schreiben an das Rabbinat zu Livorno (1. Adar 5490), begleitet von einer freundschaftlichen Mittheilung, welche allerdings merkwürdig, ist und im Wesentlichen also lautet: „-Es ist wahr, daß im I. 58? (172?) Gott mich begnadigt hat, indem er mir einen Heiligen vom Himmel sandte, welcher mir tagtäglich die wichtigsten Geheimnisse offenbarte, wie ich solche in mein Tagebuch ausgezeichnet habe. Nach vielerlei Heiligungsmitteln, die er mir gab, versprach er, daß Eliah (der Prophet) mir die Worte des lebendigen Gottes eröffnen werde. Und so geschah es. Zur Zeit erschien Eliah, und dann viele heilige Seelen, welche der Herr sendet, um seinen Verehrern Geheimnisse zu offenbaren. Dies ist nichts neues, sondern war von jeher der Fall. Sie dictirten mir mehrere Werke, als: einen Commentar zu Koheleth, 800 Quartblätter; 79 Thikkunim über den letzten Vers im Deuter u. ff., 290 Blätter; einen Comm. zum Pentat. schon 699 Bl. stark, und doch nur erst bis Mikketz (Gen. Abschn.41.); und 15 anoere Werke, wozu noch Regeln zur Wissenschaft der Wahrheit mit Widerlegung aller denkbaren Einwendungen. Anfangs theilte ich dies weder einem Bruder noch Freunde mit, und nur auf höheren Befehl entdeckte ich es dem R. Zsaac Marini und Israel Trevis, welche täglich mit mir stubirten." Und hierauf erzählt er den Vorgang nochmals und bittet seinen Freund, den Rabbinen seines Ortes, einen beigefügten Brief abzugeben und sie durch nähere Erläuterungen zu beschwichtigen. Calbo antwortete ihm (23.Adar), erhärte die ganze Sache von dem ihn besuchenden Geist, selbst wenn es wahr wäre, lieber für sich behalten sollen, um jeder Aufregung vorzubeugen; übrigens habe er sein Schreiben abgegeben, und unter der Hand vernommen, man wolle sich erst überzeugen. Und wirklich war gleichzeitig ein Brief vom 21. Adar aus Livorno unterweges, worin die Rabbinen ihm erklärten , sie würden ohne vollgültige Beweise von der Wahrheit seiner angeblichen Inspiration, alle seine Werke zwar für gelehrte Arbeiten des Scharfsinnes halten, sonst aber in ihm nur einen Betrüger erkennen, der sich in seinen eigenen Schlingen fangen würde, wie Schabbarhai Zewi und seine Anhänger. In seiner Antwort (5. Nisan,-März) erklärte er den Rabbinen zu Livorno ein mystisches Blatt, welches er ihnen mitgesandr hatte, und welches sie als unverständlich bei Seite gelegt hatten. Nachdem er dadurch den Beweis seiner reinen Lehre dargethan zu haben vermeinte, setzte er ihnen auseinander, wie er sich nicht berufen fühle, seine Angaben durch Wunder zu bethätigen. Er sei kein Prophet und weder Wunder noch Voraussagungen

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