Israelitische Annalen
- Journal
- Israelitische Annalen
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 5 (1.2.1839)
- Date
- 1839-02-01
- Page
- Seite 33 (sequence 1)
- Language
- German
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l. Februar. gfjro 5 1839. Israelitische Annalen. E i n Centralblatt für Geschichte, Literatur und Cultur -er Zsraelite« aller Zeiten und Länder. Herausgegeben von Dr. I. M. Jost. Historische Schilderungen; die Verfolgung Luzzato'S (.Fortsetzung.) — Theologische Febde deS natzhtalischen Briefwechsels gegen die Jüdisch-Theologische Zeitschrift. — Proben jüdischer Dichtungen (Schluß.) — Literarischer Bericht: Aller der Mischna. — Nachrichten und Correspondenzen: AuS dem Russischen; Anhalt-Bernburg. — Literarische Anzeige. Historische Schilderungen. Die Verfolgung Luzzato^s. (Fortsetzung.) Mose Chajim Luzzaro *) ward zu Padua 1707 geboren. Sein Vater war ein sehr reicher Kaufmann, der, als er sah, daß dieser Sohn sich durch ungemeine Wißbegier auszeichnete, ihm frühzeitig eine gute Bibliothek anschaffte und die berühmtesten Lehrer hielt. Außer den jüdischen Studien erlernte er auch gründlich die italiänische und lateinische Sprache (nach and. auch griechisch und französisch!). Jesaiah Bassan, damals Mitglied des Rabbinatscolleziums in Padua, nahm sich des Knaben ganz besonders an; er, unterrichtete ihn und stellte seine sehr zahlreiche Bibliothek zur Verfügung des frühreifen Knaben. Schon zu 17 Jahren ward Luzzato allgemein bewundert, und sein Werk D'HlDb pttfb **) ist ein Beweis seiner Gewandtheit *) Die Familie Luzzato in Italien hat unter den Israeliten eine große Celebrität gewonnen. Besonders bekannt sind die Aerzte und hebr. Dichter Isaac und Ephraim, und der jetzt im Coli. Rabb. fungirende Samuel David Luzzato. Auch andere dieses Namens kommen schon seit dem xvii. Iahrh. in der Literat. Gesch. vor; des. Simon Luzzato (hebr. Simcha) Df. des berühmten Disscoso circa il stato degl’ Ebrei etc. Yen. 1938. 4'°. D. H. **) Die eigene Handschrift des Verfassers besitzt R. Mardochai Samuel Girondi in Padua. Das Werk beim hebräischen Ausdruck, so wie seiner dichterischen und kritischen Talente. Täglich besuchte er eine Gesellschaft von Gelehrten, ^NDpIO(-Ges. der Gott-suchenden) nachmals ''IDO (der Beförderer des guten Wandels) genannt. Seine Neigung zu kabbalistischen Studien brachte ihn dreien, diesen vorzüglich ergebenen, sonst allgemein verehrten Männern, Israel Hiskiah Trevis, dem Arzte Mose David Bali *) und Jacob Hasak (späterm Rab. v. Padua) näher. steht aus drei Theilen; 1) in 5 Lectionen eine allgemeine Rhetorik, 2) in 10 Lectionen besonders über poetische Lizenzen der hebr. Sprache, 3) ausführliche praktische Poetik mit Beispielen. Die vorgelegten Auszüge sind sehr geschmackvoll. — Vergleiche Lp. Dukes Ehrensäulen und Denksteine 56 — 57 (wo jedoch Name und Iahrzahlen zu berichtigen sind). — Der erste Theil des Werkes ist gedruckt, Mantua 1727, u. Lemberg 1810. Die übrigen Theile sind nie gedruckt. Im dritten ist ein Drama: Simson und Delila. D. H. *) Der Verfasser dieser Erzählung besitzt von diesem Gelehrten eine über 8000 Blätter starke Handschrift, meist kabb. Inhalts. Auch verfaßte er im Alter von 25 Jahren eine italienische Controversschrift über den Glauben, J setie giorni della veritä, gegen 400 Blätter; und verschiedene andere Schriften. Eben so fleißig schrieben die beiden Andern. Ephr. Luzzato besingt den Israel Trevis und Mose Dali in seinem C'HIJttn ’OS in einem Verse, welcher etwa so lautet: Nie war in Mose's Glauben dem Israel, Nie in Israel dem Mose einer gleich.