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Israelitische Annalen · 1839-01-04 · Heft 1 (4.1.1839) · p. Seite 2

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1839
Issue
Heft 1 (4.1.1839)
Date
1839-01-04
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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2 6) Iteberficht der Literatur, mit nöthigen Angaben oder interessanten Auszügen; Würdigung neuerer Leistungen in Literatur, Kunst und Gewerbsthätigkeit. 7) Schilderung und Prüfung obwaltender Zustände und Einrichtungen, und Vorschläge zu künftigen Verbesserungen. 8) Würdigung der über Israelitische Angelegenheiten erscheinenden Schriften und öffentlich ausgesprochener Urtheile. Jndeß werden wir auf die sich ergebenden Erfahrungen und auf zweckmäßigen Rath der Sachkenner gebührend achten. Ausgeschlossen bleiben: Fremde Religions- und Kirchensachen, politische Erörterungen, welche nicht in enger Beziehung zum Derständniß der Sache stehen; ferner Dinge von bloß lokalem Interesse, Persönlichkeiten jeder Art; ferner rein theologische oder philosophische Untersuchungen, erbauliche Betrachtungen und belletristische Versuche. Der Geist unsres Wirkens giebt sich hieraus von selbst zu erkennen. Wir wollen die erkannte Wahrheit mittheilen, und die noch nicht erkannte durch einen freimüthigen Ideenaustausch zu ermitteln suchen. Was diesen Zwecken fern liegt, gehört nicht in unfern Bereich. Hypothesen über Offenbarung, Tradition und andere Glaubensangelegen« heilen, werden wir nicht aufnehmen; wohl aber historische Nachweisung der Theorieen, welche sich geltend gemacht haben, und des Einflusses derselben auf Ritus, Gewerbe, Sitten u. s.w. Streitigkeiten über die Giltigkeit oder Ungiltigkeit religiöser Forme« und Satzungen werden wir nicht aufnehmen; wohl aber historische Nachweisung ihrer Entstehung und Fortbildung und vollständige Berichte über früher vorgefallene oder noch nicht ausgeglichene Differenzen, in so fern -sie allgemeine Aufmerksamkeit verdienen. — Aufsätze über obwaltende Zustände, Erörterungen von allgemeinem Interesse, Vorschläge u. s. w. «erden wir nur dann aufnehmen, wenn sie umsichtige Sachkenntniß nnd Reife der Erfahrung beurkunden, und eine ruhige und besonnene Darstellung, — frei von Leidenschaft und Nebenabsichten, von Persönlichkeiten und unlauterer Beimischung jeder Art — mit Achtung vor Religion, Staat und Sitte verbinden. Wir hegen die Ueberzeugung, daß gerade die ruhige und sichere Betrachtung auch der Sprache die gehörige Kraft, Kürze und Gediegenheit leihet, welche das Interesse fördern und auf die Ueberzeugung wirken, und daß es, selbst wenn gegen die Gewohnheit oder gegen öffentliche Verordnungen eine Mißbilligung unvermeidlich ist, durchaus nicht heftiger Ausbrüche des Unwillens oder beißender Reden des Spottes und der Ironie bedarf, um der Wahrheit Geltung zu verschaffen; daß vielmehr diese in ihrer einfachsten und ftiedlichsten Gestalt austretend, am leichtesten alle Nebel zerstreut und alle Hindernisse besiegt. Zum Tummelplatz für wilde Leidenschaft oder für kecken Uebermuth soll unser Blatt nicht dienen. Um den Jdeentausch zu befördern, öffnen wir die Annalen allen Sachkennern und fleißigen Forschern und Beobachtern, ohne Unterschied des Bekenntnisses oder der Parthei, und überlassen es einer kommenden Zeit, durch die vielseitigen Beleuchtungen die Wahrheit zu enthüllen. Will man in dieser Hinsicht unser Blatt unpartheiisch nennen, so geschieht cs nicht mit Unrecht. Aber partheiisch werden die Annalen dennoch bleiben; partheiisch werden sie sich anschließen allen edrln Zwecken, allen löblichen Bestrebungen, allen Verbesserungen der Zustände, allem Fortschreiten im Wirken; partheiisch werden sie auftreten, und nach Kräften kämpfen gegen die Lüge und den Jrrthum, gegen Verkehrtheit und Anmaßung, gegen Stumpfsinn oder Herrschaft des niedern Eigennutzes, gegen jeden Einfluß und jede Gewalt, welche das Gute in seiner Entwickelung zu hemmen drohen. Mittheilungen werden angenommen in jeder Europäischen lebenden Sprache, auch in lateinischer oder hebräischer Sprache, welche wir getreu übertragen werden. Man sendet sie portofrei an die Redaktion. Alle aufgenommenen Aufsätze werden verhältnißmäßig chonorirt; auch Portoauslagen vergütet. — Dringende Berichte und Aktenstücke mit der Post, unfrankirt; — Bücher durch Buchhändlergelegenheit. Briefe und Correspondenzen werden nur dann berücksichtigt, wenn deren Verfasser durch ihre Stellung, ihren Beruf oder ihre Leistung beurkunden, daß sie Vertrauen verdienen. Anonyme Zuschriften bleiben unbeachtet. Zu geschichtlichen Thatsachen werden die Quellen genannt. — Von dieser Zeitschrift erscheint wöchentlich ein Bogen; der Jahrgang, aus 52 wöchentlich erscheinenden Bogen bestehend, kostet Rthlr. 8. fl. 5. rhein. fl. 4. 3« kr. Conv. M. — Inserate werden für die gespaltene Petitzeile oder deren Raum mit 1 ggr. oder 4 Kr. berechnet.

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