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Der israelitische Volkslehrer · 1857-12-01 · Heft 12 (Dezember 1857) · page 25

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 12 (Dezember 1857)
Date
1857-12-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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Rundschau 37? befinde, lau in einer Angelegenheit geworden, die nicht bloS das per. sönliche Interesse der Lehrer, sondern auch das geistige WM der Ingen!', also der künftigen Generation betrifft, ungegründet sei. - Zn einer Zeit wo sich die Lehrer unter den Stab »der vielmehr das Joch eines heuchlerischen, ovscuranten Hirten beugen mußten, bei dem jedes Anbahnen;nm Bessern ein casus b«Iii war: — wagte i ch es, eine Lchrerversaminwig;u berufen, eine Petition, die Klagen und Wünsche des jüdischen Lehrsnindes eutliawnd. an Gr, Staatsministerium zu richten: — wie sollte ich jekt. w>.' d^r Störefricd beseitigt ist und wir unter den Ansvicien aufgeklärter, wobl^ol' lender Nabbincn unser Ziel verfolgen können, nicht nach Kräften beitragen Wollen, dieses längst ersehnte, schöne Ziel zn erreichen? — So lange aber der Gang der Sache noch in Schwebe ist, glaube ich. ..daß Reden seine Zeit und Schweigen seine Zeit habe.« — Schließlich nvch den Wunsch, daß an der nächsten Versammlung nicht blos Lehrer und Nabbinen, sondern auch recht viele andere Freunde der?ugendbildung stch betheiligen möchten, indem sie den C'rr'ahrungösatz beherzigen, daß Alles Edle und Große, was je von Menschen hervorgebracht, seinen ersten Grund in deren sittlich-religiösen Ideen hatte und daher Alles davon abhänge, ob diese Ideen der Jugend geläutert, klar und fruchtbar oder in ihrer öde» Verunstaltung oder gar nicht mitgetheilt werden und wie es auch an ihrem Theile liege, an diesem heiligen Werke mitzuwirken. Moses Mannheimer, Nabbinats-Vlcar. tI Aus Oesterreich, Mitte Dezember 1857. — Noch ist der Winter nicht mit seiner ganzen Macht eingezogen; noch sind Feld und Flur nicht mit Schnee bedeckt: festgefroren jedoch scheinen die jüdischen Zustände in Oesterreich zu sein. Nicht die leiseste Bewegung wird verspürt, und so viel man auch lauscht und horcht, man erfährt nichts. Wir haben provisorische Gesetze, provisorische Zustände und provisorische Religion. Für dm Fall, büß manchem der geehrten Leser der letzte Ausdruck nicht aan, klar sein sollte, waS ich übrigen« nicht voraussetze, füge ich hinzu, dajj je nach den Verhältnissen und Nmstanden die Religion gemodelt und gi-forml wird. Wi, der geschickteste Taschenspieler weiß man die Verwandlungen vorzunehmen und" über Nacht wird aus dem Orthodvren ein Reformer und umgekehrt. Die Weisheit des PoloniuS, die wir auf dem Theater belachen, sie kommt jeden Tag im Leben, und speciell auf dem Gebiete der Religion vor. »nd wir Menschen sind schwach genug, diese Dinge für Ernst zu nehme». Doch ich merke, ich falle in den Ton de6 Sittenpredigers und das ii! weht meines Amtes. , Ich kehre darum wieder;u meinem Thema zurück. »F-D >I („eS giebt nichts Neues") oder in's Moderne übersetzt: n'g"«' lne Gewalt regiert), Kaum daß da und dort sich etwas regt. Die Beschnei, dungsfrage ist aiso auch gelost und Herr I)r. Ehren!heil beruhigt^).

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