Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 11 (November 1857)
- Date
- 1857-11-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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340 Schulnachrichten. Am 4. November hielt die Büd'inger Lehrer-Conferenz eine ihrer regelmäßigen Versammlungen. Im nächsten Hefte das Weitere. Warum wird diesem Beispiele nicht in andern Kreisen gefolgt? Die Redactlon dieser Blätter hat, in anspruchsloser Weise, die von der Leserversammlung zu Offenbach beschlossene Anempfehlung des isr aelitischen Volkslehrers an die israelitischen Lehrer im Großherzogthume, als eines Blattes, welches ihre Interessen wiederholt und mit Wärme vertrete, übergangen. Wir fühlen uns gedrungen, diese Unterlassung hiermit gut zu machen. Zugleich fordern wir hiermit die Ned. der allgemeinen Zeitung des Judenthums öffentlich auf, zu erklären, warum sie die, ihr zugesendeten, auf israelitische Lehrer und Schule des Großherzogthums Hessen bezügliche Artikel nicht allein nicht aufnahm, sondern mehrfache Anfragen, die an dieselbe gerichtet wurden, ganz unbeachtet ließ! — 'NZ (um mit Erfreulichem zu schließen), sei hier kurz und öffentlich zur Belobung und Nachahmung erwähnt des würdigen, allseits beliebten Borstehers Herrn Heinemann Lismann, Kaufmann und Banquier zu Büdingen. Seinem Steuev-- Kapitale gemäß zahlt er die Hälfte (zu 300 fl.) der Gemeindelasten; nebstdem aus eigenen Mitteln die Hausmiethe des Lehrers, steht diesem auch sonst in der edelsten Weise bei, ohne auch nur Ein schulpflichtiges Kind zu haben! „Seines Gleichen gebe es viele in Israel!" —> 5. Aus dem Kreise Frtedberg. November 1857. Dringende Anfrage. Die am 17. Zuni l. I. in Offenbach stattgehabte General-Versammlung israelitischer Religionslehrer des Großherzogthums Hessen hat den oa. 30 Lehrern, ganz gering gerechnet, gewiß 350 Gulden, sa ge dreihundert und fünfzig Gulden gekostet. Es haben diese also wohl das gegründete Recht nach dem Resultate dieses der guten und heiligen Sache gebrachten Opfers sich zu erkundigen. Viele solcher Anfragen sind nun an den Einsender dieser Zeilen gelangt, ohne daß es ihm möglich ist, den Anfragenden eine genügende Auskunft ertheiien zu können. — Daher fragt er hier öffentlich und dring e n st an: a) Ms hat die von der Offenbacher Lehrer-Conferenz gewählte Commission bis jetzt gethan? b) Warum veröffentlicht sie nicht in d. Bt. ms geschehen, und welchen Erfolg sie erzielt? — Ein für die gute Sache begeisterter Rellgionslehrer.