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Der israelitische Volkslehrer · 1857-11-01 · Heft 11 (November 1857) · page 26

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 11 (November 1857)
Date
1857-11-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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336 Schultiachrichten. im Holen und Niederlegen der verschiedenen Lehrmittel ach Kommando gemacht, wodurch nicht nur die Aufmerksamkeit der Kinder in steter Wachsamkeit gehalten, sondern auch viel Unterrichtszeit gewonnen, vielen Störungen und Verdrießlichkeiten vorgebeugt wird, die das ewige Stillerufen und sonstiges weitläufiges Befehlen und Anordnen hervorruft. Auf weiteres Verlangen bin ich erbötig, das Nähere, dessen Angabe außerhalb der Grenzen dieses Berichtes liegt, zu besprechen. (Ist uns nicht klar geworden! — Auch meinen wir, ein Lehrer soll wohl ein k°M1N N^, aber kein N^^v ^2 sein. — Red.) In der Schule zu . ... sah ich die Bänke mit weißem Sande bestreut und die jüdisch deutsche Currentschrift in dm Sande statt auf. Schiefertafel und Papier üben. Das ist freilich eine Geldersparniß und macht den Kindern Vergnügen. Doch dächte ich, daß das jüdisch deutsche Schreiben keinen Gegenstand der Schule der Neuzeit bilden könne, und das Schreiben auf Sand, wenn es überhaupt zu billigen, sich mehr für kleine, als für erwachsene Schüler eignen dürfte. (Man soll nur den Kindern keinen Sand in die Augen streuen! — Thorhelten gtbts in der Erzieherwelt 21^ cm ^>1N> — Red.) Zn . . . . benützt der Lehrer noch die alte biblische Ge. schichte von Kohn und Dinkelsbühl, und zwar in der Weise, daß er die, jeder einzelnen Geschichte angehängten Fragen wörtlich an die Kinder richtet. Warum nicht endlich das alte Zeug aus der Schule entfernen nachdem uns Emanuel Hechts) in seiner biblischen Geschichte eine so gute Arbeit dargeboten? Mehr befriedigte mich die Uebersetzungsweise des Lehrers zu.... Er schrieb ganze Vibelverse, und zwar vor der Schule, mit Interlinearübersetzung an die Schuttafcl ,und ließ sie von den Schülern als stille Selbftbeschästigung einüben, während eine andere Klasse unmittelbar von dem Lehrer selbst unterrichtet wurde. 2. ÄuS Rheinhessen. (Corresp.) Sie erlauben mir, vis Behauptung, daß den israelitischen Gemeinden für den Unterricht ihrer Kinder die schwersten pecu- *) Ich weiß Wohl, daß in diesem Blatte einzelne Fehler, und zwar mit Recht, gerügt wurden. Es muß jedoch zugestanden werben, daß was Methode, Auswahl. Ginkleidung, Anordnung, Reichhaltigkeit des Stoffes, Kindlichkeit und Gemüthlichkeit der Sprache betrifft, diese Schrift, wie die meisten anderen Schulfchriften von Hecht als höchst branchbar dastehe. (Anmerk. des Corresp.)

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