Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 11 (November 1857)
- Date
- 1857-11-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Z22 Gelehrte Frauen (Zoliei,, sich als Rabbiner und Schrifsteller auszeichnete. Mutter, Tochter des berühmten I.öwv dsu Ls^aZsI, Oberrabbincr zu Prag, gab ihr eine außergewöhnliche Erziehung. Sie NM« an Simson Lavuaraok verehlicht und war einzig in ihrer Art. in der Tora. Sie laö den MÜrasok Kabba" ohne CommeWv' und erklärte ihn, an vielen Stetten, in Berichtigung der klärung des BerfasserS „ N atanat XIioI, una « An Gelehrsamkeit die Schwester Lva's war Ralisl. Schrift: vonssrvsnäo nsvitu ksvisi juvsniliz, deren vomus in seiner Lidisiia ssounüs, Seite 102 gedenkt, machte ihr einen berühmten Namen. Aber ihre Bescheidenheit war noch größer als ihre Talente: sie war von allen ihm Freundinnen die demüthigstc, und wußte gewissermaßen nichts von ihren großen Vorzügen. Als eine berühmte Dame nenne ich Ihnen ferner: Lslla vokvu, die Gattin des bekannten?alk Voken, Oberrabbiner in Lembtrg. Sie verstand hebräisch und aramäisch^ las den Talmud' und die Casuisten. Nach dem Tode ihres hochgelehrten Mannes, im Ich 161.4, zog sie eine mächtige Sehnsucht nach den heiligen Stätte» Jerusalems, wo sie auch, M Alter von 77 Jahren starb. Man begrub sie mit vieler Feierlichkeit ln der Nähe deS Grabes Aeolisrias. Ihr Sohn ^ospa Oodsn setzte ihr ein Monument am Ende des Kst lisrse!, den er 1635 edtrte. Nicht minder nennenswerth ist: LeUk QdÄ8s.u, eine Tochter Laer bon eiüsl^ia I.evi Hordts. Sie verstand sehr wohl hebräisch Und jüdisch-deutsch, bekam auch einen Gelehrte», losspd Vdassn, zum Manne. Sie edtrte verschiedene Sachen, al5: 1) Die Geschichte vom Königlichen Ha use Davi^, übersetzt von David auS Töplitz. 1705, in 8°. 2) Die Geschichte von der Ankunft der Inden in Prag, gemeinschaftlich mit Mvkol, Frau des I.öb?or^'es und Tochter des Nstkan Honsnits!. 3) Eine Techina oder Gebet, s. a. in 8^. Folgen Sie mir zu einer anderen Wissenschaft, zur Arzneikunde. Auch diese war ein Gegenstand des Studiums bn unseren Frauen, und mehrere haben sich darin einen Namen n> worben.