Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1857)
- Date
- 1857-10-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Vollkommenheit der Welt (Am ersten Tag des Huttenftstes). 85 I. DK Vollkommenheit der Welt lehre uns zuerst, wie vollkommen unser himmlischer Vater ist.! ^Ittv NLH Und Gott sah Alles, was er gemacht, und siehe, es war sehr gut. Ist nun das Werk so gut. zeugt es von so viel Weisheit, Wacht und Größe und ganz besonders von so viel Fürsorge und Liebe für dte Welt und ihre zahllosen Geschöpft, wie gütig muH der Schöpfer sein, welch eine Fülle aller hohen und vortrefflichen Eigenschaften müssen bei ihm in vollkommenster Harmonie gefunden werden! Gott sah Alles, was er gemacht hatte, und fand, daß die Welt sei sehr gut. und wir Menschen schauen auf Das, was Gott gemacht hat. und finden, baß Gott sei IlttQ die Fülle aller Güte. Und dann, in. Fr., schließen wir weiter. Haben wir einmal, erfüllt von der Herrlichkeit und Größe der Natur, gefunden, wie vollkommen ihr weiser und gütiger Schöpfer sein müsse, dann schließen wir rückwärts, und finden wir da und dort Einzelnes in der Welt, was unS die Harmonie zu stören scheint, so sprechen wir. 1W> Gott ist es ja, dessen Thun .vollkommen ist — wie kann an seinem Werke ein Fehler sein? Gewiß, wir begreifen Das nicht! Es ist uns der Ueb er blick über das Ganze noch nicht gestattet, sonst würden wir finden, wie auch jenes Einzelne, das uns störend scheint, so herrlich sich eine und füge zum Ganzen. Darum heißt es bei den einzelnen Schövfungswerkcn: 5-5*V1 AV^V^tt „und Gott sah, daß es gut sei", und beim Ganjm erst:>MV N)M „und es war sehr gut" - weil das Einzelne, aus dem Zusammenhange herausgerissen, auf Vollkommenheit keinen Anspruch hat. Vollkommen ist nur das Ganze, ein Spiegel deS Allvollkommnen, der das Weltall hegt und trägt in unendlicher Liebe. Und sehet, das will das Freudenfest uns lehren. Da heißt es: "M NNtt "j^M NNM1„du sollst dich freuen an deinem Keste, du, und dein Sohn nnd deine Tochter, dein Knecht und deine Magd, der Levite und der Fremdling, die Wittwe und die Waise, die in deinen Städten wohnen." In diesem Verse sind alle Stände und Lebensverhältnisse vertreten; Eltern und Kinder, Herrschaft und Diener, die Gemeinde mit ihren Beamten, der des Vaterlandes sich Freuende und der heimathloS Umher-