Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 9 (September 1857)
- Date
- 1857-09-01
- Page
- – (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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DerM-zug des Lichtes vor derFinsterm'ß lVers.-Tag-Morg.). 7 z der an der Thüre steht". Schüchtern, doch ohne durch einen Vermittler gemeldet zu werden, tritt er in den Kreis der höheren Geister, daß die Engel staunen über den ungekannten Gast. Allein Gott selbst kommt ihm entgegen und spricht: ^2 l'NN^'''M .NNtt „mein Sohn bist du, heute habe ich dich neu geschaffen". Und er faßt ihn bei der Hand und fuhrt ihn durch die glänzende Reihe seiner Diener, daß die Engel fragen: '2 UN)^ „was ist der Mensch, daß du sein gedenkest?" — Der Herr aber, um die Würde des Menschen zu erproben, fragt diesen: sni^ .^75!^ „wünsche, was soll ich dir geben?" Und die beglückte Menschenseele erwicdert: heute, da ich den Vorzug d e ines himmlischen Lichtes kennengelernt, was soll ich noch fordern? 2112 O^tt N^Z? Da freuet sich der Herr der ächten Klugheit seines Sohnes, durch welche der Mensch im Siege über die Leidenschaft seinen Tugenden höheren Glanz verleiht, als die Engel besitzen. Und der Herr spricht: »willst du nicht bei mir bleiben?" Doch die Seele ermedert: „ich habe ein Tagwerk auf Erden übernommen, daher muß ich zurück." Und der Herr fragt: „Hast du deine Familie nicht mitgebracht?" Sie sind draußen vor der Thüre, lautet die Antwort, denn mancher Jsraetite erscheint heute hier allein, Weib und Kind sind hier nicht zu finden. „Warum draußen?" fragt der Herr, „laß sie doch hereinkommen!^ Denn auck unsere Frauen und Kinder sollen am Versohnungstage zu Gott kommen, um von seinem Tische genährr zu werden M7N „welcher darbietet königliche Kost". Und nachdem wir uns an dem himmlischen Male erquickt und kennen gelernt haben den Vorzug der höheren geistigen Freude vor der irdischen, da entlassen uns die Engel des Himmels wie ihre Brüder und der Eine schenket uns zum Andenken ein goldenes Band, daraufsteht: Liebe; nnd der Andere schenket uns einen kostbaren Ning. daraufsteht eingegraben: Treue; und ein Dritter reicht uns einen herrlichen Stab, auf dessen Griffe die Inschrift leuchtet: Mäßigkeit; und ein Vierter gibt uns ein blank geschliffenes Glas, wauf steht: „sei zufrieden und aus jeder Quelle schöpfest du Frrude!" und ein Fünfter bietet uns einen köstlichen Spiegel an, oben darauf steht: „Achte dich selbst und gefalle Gott!" — Und der Herr spricht zu unS: merket euch diesen Tag! Kommt jedes Jahr und seid meine lieben