Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 9 (September 1857)
- Date
- 1857-09-01
- Page
- – (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3129675-3129778-3129788--2156-3133127- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
DerVorzug desLichles vor derFiiisteruiß (Vers. Tag-Morg.). g? daß du der Kluge bist und sie die Thoren.....O, meine jungkn Freunde, die ihr mich höret, wenn ihr die Kraft, welche der beutige Tag euch verleihet, im Leben bewähren Werder, und wenn;u dieser Kräftigung euerer guten Grundsätze mein Wort etwas beigetragen, wenn nur einige von euch dadurch abgewendet wervom Bösen, ja, wenn auch nur Einer dadurch befestigt wird im Guten: wie will ich mich glücklich preisen! — Und ihr Alle, die ihr hier versammelt seid, Jung und Alt, o ahmet nach dem Milizen Gott! Scheidet zwischen vem Lichte und der Finsterniß! Mit Kraft und Selbstüberwindung machet den Vorzug des Gilten geltend — vor Allem in euch selbst! 9. Und machet ihn geltend ferner in euerem Wirken in der Welt. Nicht nur erkannte Gott daS Licht, daß es gut sei, md nicht nur schied er zwischen Licht und Finsterniß, N>^> "PN^I 1^ O^tt Gott nannte auch das Licht Tag und die Finsterniß nannte er Nacht. Ausgesprochen hat er es, bekannt hat er's gemacht vor aller Welt, wie er Gefallen habe am Lichte. Uud wie spricht denn Gott zu unS? Gottes Werke sind seine'Worte. Eine solche leuchtende Sprache sollst anch du sprechen mit der Welt. M Gott schloß sein Licht nicht in sich ein; er strahlte es aus, ichem er die Welt erfüllte mit Güte. Und hast du das Gute erst geltend gemacht in dir selbst, bist du ein Mensch, der innerlich leuchtet, o dann bin ich sicher, du behältst dein Sicht nicht in dir, du strahlest es aus und beglückest die Welt durch dein gesegnetes Wirken. Uud also glühe für das Gute, damit du leuchtest im Guren! Und Hab' den Much, deine glühende Begeisterung für's Gute m,d deinen Abscheu vor dem Bösen geltend zu machen unter den Menschen! Beschönige sie nicht die Laster der Zeit, weder in vir noch an Anderen. Nenne das Licht Tag und die Finsterniß nenne Nacht. Und spotten sie dein, wenn du für die heiltzm Angelegenheiten der Menschheit glühest — so denke: guter Gott! sie müssen ja auch spotten dein, der du allgütig bist!. .. lind ist es dir versagt, in weiten Kreisen geltend zu machenden Vorzug deö Guten: wo könnlest du scgensvoller leuchten und Men als im Kreise deiner Familie, o Vater als im Innern Kims Hauses, Gattin, Mutter? Denn am Firmament deS Haus-!chn Himmels sprach Gott: NNIttv 'N' „eö sollen Leuchten wer- 5tn!"-Und er schuf die zwei größeren Lichter, das 8