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Der israelitische Volkslehrer · 1857-09-01 · Heft 9 (September 1857) · page 30

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 9 (September 1857)
Date
1857-09-01
Page
– (sequence 30)
Language
German
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Die werdende Schöpfung. Vierthelle aus verletzter Eitelkeit und nur ein Viertelchen aus Religion bestehen? und ist überhaupt der Eitelkeit und des aufgeblasenen Wesens weniger unter nuS? beleuchten nicht so Viele ihr Haus änßerlich mit dem Lcunpchen der Selbstgefälligkeit und in ihrem Innern ist'S finstere Nacht? nimmt nicht so mancher Reiche Achtung in Anspruch und steht im Lichte, der ohne den Rcichthum als sehr verächtlich erkannt würde und in gerechter Vergessenheit übernachtete? — Darum heute, wo der äußere Flitter etwas verliert von seinem bestechlichen Glänze, lasset uns heute erkennen den Vorzug des Lichtes vor der Finster, niß. des Gefühles wahrer Ehre, das im Innern wohnt, vor jener falschen Ehre, dem Zolle der Falschheit und Schmeichelei. Und lasset es uns recht tief fühlen, daß ein Mensch, der sich vor Gott und seinem Gewissen selbst nicht achten kann, ein verachtungswürdiger Mensch ist und bleibt, streue ihm die Welt Weihrauch soviel sie wolle. Darum erkennet heute, was schlecht und was acht ist. Blicken wir nicht, wie immer, nactf außen, wie wir der Welt gefallen. Blicken wir doch einmal nach innen, ob wir uns selbst gefallen. -,122 O^N^'N^? 12N „Gebet Gott heute die Ehre!" Die Ehre, die Gott euch wiedergibt, diese kann kein Mensch euch nehmen! — Und habe ich vorhin von Jünglingen und Männern geredet, so rede ich jetzt von greisen Viitem Ulld Mlittmi. WaZ bleibt dem Grelsenalter noch von der irdischen Herrlichkeit? Der Lebensgenuß? will nicht viel mehr heißen! Glück und großer Reichthum? Der kluge Greis erkennet ihre Eitelkeit. Was bleibt da noch übrig als wirkliches Gut?nichts als d'ie EH r e. die der Mam, sich verdient im Sommer, die der Greis ärndtet im Herbste des LebenS. O, Heil euch, bejahrte Brüder und Schwestern, wemi ihr dieses Genusses wahrhaft euch freuen könnet. Denn die Schrift sagt: 'ZS M-INI „Du sollst die Person des Greises würdig behandeln!" Unsere Weisen aber fügen hinzu: NV^N^NNP nur der Greis ist wahrhaft. Verehrungswerth, der Weisheit erworben, jene Weisheit, von der es heißt : 7ZV2N tt'N'N NU'? „Die Furcht vor Gott, das ist Weisheit und vom Bösen lassen, das ist Vernunft!" (Hiob 2», 28.) Während der graue Sünder, die greise Sünderin, die gefrevelt haben wissentlich und Hinte r listig — 5->))-Q — iu Lug und Trug — 2f2Q1 — offenbar und im Geheimen — IfMI ^2 — deren ganzes Leben zugebracht ward — OVN in Entehrung

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