Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 9 (September 1857)
- Date
- 1857-09-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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De». Virzug des Lichts vor derFinsteuiiß (Vers. TagMorg.). tzi linqe seiet; warum wollt ihr in der Jugend schon Greise sein? Me mancher deiner Freunde, junger Mann, wankt umher, entnervt, entkräftet durch die Sünde, weil er sich verleiten ließ, aus Unbesonnenheit-NPN ^22 — im Leichtsinn — Nl^sN L^-, —durch schlechte G ed a n ken, —2°?N — durch Wsschweifende G esell scha ft! — Ni:? — Einst war auch er ein herrlicher, wie eine Palme aufstrebender Mensch. Und als er geboren ward, wie frenete sich seine Mutter, wie die Mutier Mosis. INItt dNNI „denn sie sah, wie schön er sei;" „das ganze Haus ward von Licht «M," denn dem Hause war ein Sohn geboren.— M nun! sieh' ihn an! kann man noch von ihm sagen „ki toku?" Min! Das Licht ist von ihm genommen, er ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Das Laster rief ihm zu: O'v „verstohlene Wasser schmecken süßz" — und Gift war in dem Msser; V)?)' V^NV QN^> „heimliches Brod schmecket angenehm;" - und Tod war in dem Vrode. Nun sieht er ein, daß die Thorh«lt ihn bethört', daß als er ihrem Zuruf: ''ND „Wer ist ein Thor" —Folge leistete, er wirklich ein Thor war, während er Mals, als er noch in Unschuld wandelte, klug gewesen, wenn gleich die böse Gesellschaft ihm zurief: „seht einmal den Narren, der will den Frommen, den Heiligen spielen." Er folgte ihnen, nicht dem Lichte seiner Seele, da wich der Herr von ihm, und jammernd ruft er aus : 'VI 'M' 'v „o wäre ich noch wie in früheren Zeiten, wie in den Tagen, da Gott mich behüitte! als seine Leuchte noch strahlte über meinem Haupte, ich in stinem Lichte durch das Dunkel schritt! wie ich gewesen in den Tagen meiner Frühreife, als der Rath des Allmächtigen über meinem Zelte waltete!" — Nun aber ist der Beirath Gottes gewichen von seinem verfinsterten Lebenszelte; in ihm - Nacht; um ihn — Nacht; und die Nacht des Grabes wird ihn vielleicht aufnehmen m hellen Mittage. „Viel hat er gelebt," wie man zu sagen pffegt, und wenig hat er gelebt, wie fein sieches Dasein zeigt. Willst du ihm ähnlich werden? tt^ Nv'? „Warum willst du sterben vor deiner Zeit! " — So erkennet es denn Alle, die ihr mich höret, erkennet es heute an diesem, höherer Lebensä'ußerung geweiheten Tage, daß das Leben nur dann ein Gut ist, nur dann als Licht erscheint, wenn Furcht vor Gott, Abscheu vor der Sünden Herzensreinheit und glühende Liebe zum Guten, es als einen Ausfluß des gört-