Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 9 (September 1857)
- Date
- 1857-09-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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ÄÄ Vierter Vortrag. „Der Vorzug des Lichtes vor der Finsternis;. (Am Morgen des Versöhnungstages.) ' O'N^K ->"Os1 -ip NO „Wie köstlich ist Deine Huld, o Gott! Die Menschenkinder bergen sich im Schatten Deiner Flügel. Sie sättigen sich von der Fülle Deines Hauses; aus dem Strome Deiner Snßig» keit gibst Du ihnen zu trinken — O"N 11s?v ^v)? '2 Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, '.litt NdN) "^Id^ in Deinem Lichte schauen wir Licht. Amen. Andächtig versammelte Zuhörer? Die heil. Schrift nennt den Sünder überall einen Thoren, und unsere Weisen sagen: NI'DW 12 tA22 ,5»5K1N Qltt p^! Wenn der Geist der Thorheit in den Menschen gefahren ist, dann sündigt er. Und die Menschen wünschen doch alle, für „klug" zu gelten — ein „lülmekom" zu sein gilt doch für daß Höchste unter uns — und doch sind alle Menschen Sünder!-— Wie geht das zu? — Nichts natürlicher! — Salomo in seinen Sprüchen im 9. Kap. läßt die Klugheit und die Thorheit öffentlich austreten, und beide laden den Wanderer ein zu sich, mit denselben Worten: N2N 'NS„Wer ein Thor ist, der kehre hier ein!" —Nun, meine Freunde, daß die Klugheit sagt: „Wer ein Thor ist," das wird euch klar sein. Aber wie kvmmt's, daß auch die Thorheit ruft: „Ni petki?« dadurch schreckt fle ja die Besucher ab? Das scheint sehr auffallend, und ist doch ganz einfach zu erklären. In der Welt nämlich hält man gewöhnlich den Frommen für einen Narren. Wer sich für Religion, Tugend, Menschenglück begeistert, und diesen hohen Namen sein