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Der israelitische Volkslehrer · 1857-09-01 · Heft 9 (September 1857) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 9 (September 1857)
Date
1857-09-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Es werd? Licht (VersvhmmgSabend).' 51 Aber dieses göttliche Licht, wie oft ist es verhüllt tn uns! Zm »l'onu ^adodu" deiner Leidenschaften, wie oft droht eS zu verlöschen, und zur Thierheit sinket der Mensch, und die Krone der Schöpfung fallt von seinem Haupte, wie die Schrift im Bilde von Nebukadnezar erzählt, daß er, der Sieger der Welt, verwandelt ward in niedere Thiergestalt. — Und wer von uns, m. Z., kann sagen: "^l p)? ^1 „rein binich, ohne Fehler, lauter bin ich, keine Sunde hastet an mir?" (Job 33, 9.) - Wer von uns kann dk Hand auf's Herz legen und sprechen: „mein Sicht leuchtete stets hell — vor dem Menschen, in meiner geheimen Kammer, vor Gott?" Wer von uns hat im vergangenen Jahre seine Seele bewahrt vor undüsterndcn Nebeln? Stehen wir hier nicht als eine Gemeinde von Sündern vor Gott? Wer von uns will zum Andern sagein 1^5? Ov'p „nimm den Splitter aus deinen Augen?" stehen wir nicht Alle hier im Bewußtsein unserer Schnld; KVNV "»INN „findet sich ein Reiner unter den Unreinen? NNA kein einziger!" (Job 14, 4.) — Und unsere -cele ist betrübt, umflort! — Da mit Einem Male hören wir den Ruf aus der Höhe: „^edj yr!" Der Tag des LichteS ist da! — Der Tag der Klarheit, des sich offenbarenden Heiles, der Tag des Geistes ist da, der die Seele wieder einsetzet in ihr angebornes Recht, in ihre angestammte Freiheit. r"MANA2 ^MNI „und er labt mir Klarheit dein Wesen." - Und an die Seele ergeht der Ruf: 552 N 'MP M „ans, leuchte, denn dein Licht ist angebrochen—Da machet die Seele sich auf tn dieser heiligen Stunde, um mit Sicht ju empfangen ven großen Tag. den verehrten Gast, den Verkünde: des Heils. Und wie dieses dunkle Haus hell erleuchtet ist, doch als sein schönster Schmuck erscheinen die in ihm andächtig Betenden, so erleuchtet heute die Seele das dunkle Menschenherz, mid dessen schönster Schmuck sind die besseren Gefühle, die sich heute im Innern versammeln , um Gottesdienst zu halten. Und unsere Fehler suchen wir fortzuschaffen, sie zu verbannen Z^tt?M „in ein von uns geschiedenes Land;" und wie man im Herbste auf dem Felde das Unkraut sammelt und es verbrennt, 7

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