Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 8 (August 1857)
- Date
- 1857-08-01
- Page
- – (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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D. Geist Gottes über d. rntni >VaI,oIm (Neujahrsnwrgen). 47 nicht gegen welche ihr kämpfen sollet. Denn die Parteisucht kwpft in der That gegen die Religion. Darum ihr, der Religion, nicht euch wollet verschaffen den Sieg. Aus dem »?o»m Mkollu" unserer Tage soll der Glauben Israels verjüngt hervorgehen, nickt altersschwach untergehen! —Darum beherziget, zur Hoffnung. Zur Ermahnung, das Wort r-HNIV Q''^ NN1 der Geist Gottes schwebt über den Gewässern, über dein „^oliu ^Vkl.boi,u" unserer Tage, auch im jetzigen Israel.— 3. Und mm blicke uoch einmal hinaus auf die größere Anschliche Gesellschaft/und anerkenne in heiliger Andacht den Geist Gottes, der auch da waltet über den streitenden Theilen! - Glanzvoll wie ans den kämpfenden Nebeln sich emporringet die Sonne, so wird aus dem „l'olm ^^bolm« dieser Tage sich lniporringen eine bessere Zeit. Lasset uns nicht verzagen! Daß n?lr den Ausweg nicht kennen, daß Keiner von uns sagen kann, was sich ans dieser gä'hrenven Zeit herausarbeiten wird, Das gerade ist uns ein sicherer Beweis, daß über der verhüllten Fluch mltc ein ordnender Geist; sonst wäre ja die irrende Menschheit einem blindwaltenden Geschicke Preis gegeben! —Das kann nicht sein! — Und wenn wir sie ruhig ansehen, diese vielgetadelte Zeit, wenn wir uns am Feste erheben, um. über dem „T'onu ^Vadoku" stehend, dieses mit sinnendem Geiste zu beschanen, werden wir da nicht froh und dankbar begrüßen die Urftoffe zur besseren Gestaltung der Dinge, zu einer neuen Schöpfung?—Die Zeit ringet nach Aufklärung — wer will's läugnen? — nach Freiheit— wer M's tadeln?—nach Verbrüderung und Annäherung der Völker - wer will's nicht froh begrüßen? nach einer billigeren Verkheilung der Lebenslasten nnd Lebensfreuden — wer erkennt nicht darin die Pflicht des Menschen, das Gebot Gottes? Ist das nicht überall der „Kuttelt Hloliim," der da gestaltend webet über dem ,7olm Uaboim" unserer Tage? Und wir, Israeliten, die wir in dieser Zeit schon so vielfältige Siege errungen —haben wir diese Siege durch ünS, haben wir sie blos für uns erlangt? ist es nicht der «ku^I, L!ol,im,« der Geist der Wahrheit, der Geist der Liebe, des Friedens und der Gerechtigkeit, der Geist ver messtanischeu Zeit, der zum Lichte sich durchkämpfen will und wird, durch den wir gesiegt? Und dieser Sieg, ist er nicht des Menschengt schlecbts? Liegt nicht darin, daß bei der Befreiung einer so schwachen Minderheit, der Geist gesiegt, nicht die rohe Gewalt, die frohe Bürgschaft, daß dieser Geist weiter und immer