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Der israelitische Volkslehrer · 1857-07-01 · Heft 7 (Juli 1857) · page 44

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 7 (Juli 1857)
Date
1857-07-01
Page
– (sequence 44)
Language
German
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252 Rundschau. bei Bespreckimg res. dem Herrn vr. R ie sser gegebenen Festessens, den Wunsch ausgesprochen: ..Mächten cille Brüder drüben wie e,u Ä.'ann der Anti- Sklav-rei.'Bewec,ung sich anschließeiU» ^ch muß Sie versichern, daß Ihre Worte nnch ichmerzlich berührt haben da dikselbm nichts weniger .ils eine Aufforderung zu einer mutier, mörderisch?» Rebellion in sich schließen! Die Sklavenftage der vkreinig, tt-, Etagen ist nicht einbloße Fracie der Humanität, sondern deö Bestandes der Union;die Abschaffung der Negersklave»! kann nur rurch eine Auflösung der Vereinigten-Staaten. nach den furchtbarsten, blutigste Bürgerlriegeu erzielt werden. Sich der „Auti-Ä-klaverei-Bewegung schließen, wie Sie eS nennen, ist daher nichts weniger, als sich der Verschwörung zu blutigen Bürgerkriegen und der Auflösung dieser glorreichen und beiliaen Umon anschließen. Nuu frage ich Sie. ist es mcht sündhaft, an unsere'in diesem Lande lebenden Deutsche Glanbens-Brüder eine piche eine irvur »tl^r»^». v».»^»»»-»> —? ......../......».»j,,» dern, Liebt und Sorgfalt augedeihen läßt? Weit frommer ist es für das lange Leben dieser Mutter, der Union, zu beten und zn wirke», als ihr das mkuchtlmörderische Messer an'6 Leben zu setzen! Brauche ich Ihnen zu sagen, daß, sobaiv der Fanatismus, welchen Namen er auch immer «ragen möge, zur Macht gelangt, die Inden nicht die Letzten sind, welche dieselbe schmerzlichst zu fühle» bekommen? —Auch ich rufe mit Ihnen meinen Deutsche« ReUgionSgenossen m Amerika zu: ",21 Gedenket der Unterdrückung, Verfolgung und Hinwiansshung, unter der Ihr in der alten Heimath littet, und Euere Brüder noch leiden; daher ^2 'N k"^ danket Euerem Kotte, daß er Eucv dieses edle Land der Freiheit und Gleichheit gegeben. "j^QI, bleibet treu seiner Vefassung und seinem Gesetze, Q^IW I^NN. «ttd schließt Euch nicht der Anti-Sklaverei-Bewegung an! — Verzeihen Sie die Offenheit, mit der ich zu Ihnen gesprochen', wüßte ich xichl, haß Ihr Wort bei den Deutschen Juden dieses Landes von großm Gewichte ist, so Häkteich geschwiegen. Lr. M. Mayer. (Es ist gewiß höchst auffallend, und liefert einen neuen Beweis, wie schnell und wie innig der Jude in die Verhältnisse und Beziehungen seines Vaterlandes sich einlebt, daß ein Nachkomme des barmherzigen Abraham, eis Werknndiger der mofaischen Lehre, ein entschiede» reformatorisch gesinnter Rabbiner, als ein Vertheldiger der Sklaverei das Wort ergreift! — Niemals heiligt der Zweck das Mittel; und wenn die Sklaverei, wie sie es sicher ist, als ein schlechtes Mittel erscheint, so kann sie durch den Zweck der Aufrechterhaltung der Union nimmer gerechtfertigt werden. Das humane Gesetz unserer Tora: 12)) "MON »Du sollst keinen Sklaven a» seinen Herrn zurückliefen,, der sich zu Dir vor feinem Herrn gerettet hat" sü. B. M. 23, KH. das in der nordamerkkauischen Union auf so schMt Weise mit Füßen getreten wird, macht alle Versuche zur Vertheidiguug d« amerikanischen Sklavenzustände zu Schanden. — Uebrigens spricht der UNstand. daß die Vertheidigung der Sklaverei von Süden her ertönet, wo gewöhnlich nur der Eigennutz solche aufrecht zu erhalten bestrebt ist. nicht fthr für die. jener Aufrechrerhaltung zu Grunde liegen sollenden humanen G Ideen, obgleich wir überzeugt sind, daß unser geehrter College zu CharlMsK nur von solchen durchdrungen und aus Liebe zu seinem neuen VatertaM in dieser Selbsttäuschung befangen ist. Red.)

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