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Der israelitische Volkslehrer · 1857-07-01 · Heft 7 (Juli 1857) · page 3

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 7 (Juli 1857)
Date
1857-07-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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und die priMantischen Dissidenten. 21l erkoren. Staatsbürger d. i. Bürger, welche politische Rechte genießen, dürfen sie weder bleiben, noch bleiben wollen. Herr Mayener hatte einen dahin gehenden Antrag schon in der vorigen Kammersitzung gestellt, aber die verstockten „emancipatlonslustigen" Inden haben „den drohenden Streich durch nicht weniger als ^64 Petitionen damalö abzuwenden gesucht"*). Es ist ihnen dies auch in so weit gelungen, sagt Herr Wagener, daß der Buchstabe dieses Paragraphen, in Übereinstimmung des Ministeriums mit der Mehrzahl der Abgeordneten, bis jetzt unversehrt geblieben ist. Dabei kann und darf es offenbar nicht bleiben. Einmal weil es in Preußen facttsch nicht so gehalten wird, und hauptsächlich „weil der Staat unmöglich die humanitarische Zdee, auf welcher der 'Art. 12. beruht, mit Verlassung der christlichen, durchführen kann." Also sind Ideen der Humanität und Ideen des Christenthums, die uns dem Bekenner der mosaischen Lehrc,darum nicht minder bis jetzt als identisch erschienen, dieser frommen Schule Gegensätze, die sich einander ausschließen. Der Staat kann sich nicht für Christmtbmn und für Humanität erklären, er muß diese oder jenes über Vord werfen. Das sind die Männer, die sich berufen glauben, als Verbreiter der Lehre aufzutreten, welche dem jüdischen Schriftgelehrten, der Menschenliebe und Gottesliebe als Hauptinhalt seiner religiösen Ueberzeugung bekannte, bezeugte: „er sei nicht weit vom Reiche Gottes" (Marcus 12, 28—34). Nachdem Herr Wagener dem Christenthum „die humanitarischen Lehren" wegoctroyirt hat, dürfen wir uns nicht wundern noch beklagen, daß er dem Judenthum oder vielmehr den Juden den deutschen Patriotismus wegoctroyirt. „Das Geheimnis) des Patriotismus ist ihnen (nämlich den Juden) unzugänglich" „Das Geheimniß des Patriotismus!" Diesen dogmatisch verknöcherten Menschen sind die heiligsten, angeborensten Gefühle der menschlichen Brust Lügen, weun sie nicht in Gestalt von Mysterien auftreten! Warum der Mensch den Boden liebt, wo er zuerst das Licht der Welt erblickte, das Land dessen Sprache er spricht und dessen Gesetze ihn schützen, das Vaterland, wo seines Vaters und seiner Mutter Wiegen standen und Särge stehen, den Staat, dem er den Schutz seines Lebens und seiner Ehre, seines -x^se Petitionen waren keineswegs — wie die angeführten Worte nEnmren Wollen — nur von den Juden ausgegangen, wie denn auch die bküdnchngte Aufhebung dieses Artikels keineswegs sie allein bedrohte Eine dellklbeu mit lvvv Unterschriften. m,g einen Namen.an ihrer Spitze, der gar viele andere aufwiegt, den Alexanders von Hnmbotdt. 16"

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