Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1857)
- Date
- 1857-06-01
- Page
- – (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
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20N Rundschau» rend Hamburg nach dem Austritte Solomons der Erfahrung qelanP. d^ß zw?: coordinirte Prediger kein Heil für eine Gemeinde sind Q^^N^O O'^Q - ^1 ^N^? "INd? werdtu in Wien jetzt zwei solche Prediger fungiren. Ich uM zunächst nicht raö Garere der Leute beachten; auch nicht Zeichen deuten. Bedauerlich ist es aber, daß das Bild der Uneinigkeit und Zwietracht g-- wiffermaßen in alZer Leute Mund ist. Wir bekennen aufrichtig, wir würten eiuen wichen Au-Zganq aus der tiefsten Tiefe unserer Seele bt-klageu. h.it die Aufsicht einer glorreichen glänzenden Zukunft. Möge die'Hoffnung ^ickt vereitelt werten; möge man eines Tages nicht reuigen Herzens sagtn: i>S bleibt nur die Hoffnung, daß die Vorsehung, die b^her die (iutwictelung dieser Gcineinte so sichtbar gefördert hat, dieWt jetzt nicht werde kertümmern lassen. <5s wäre das nicht nur ein Schlag für Wien, sondern für ganz Oesterreich; denn ist einmal in Wien eine Trennung und Spaltung, und dahin würde allerdings eine Trennunq der Fuhre? und Leiter bringen. Wer könnte dann sagen wie die Diuge verlansen werden? Pesth bat seinen Rabbincn Herrn Low Schwab verloren. Derselbe gehörte mchr;u den „I^^r ^etedk U-wäiiu/' die iu jedem AImdaK eine KZäu^kA erblicken; er gehörte;n den Ct)riphaen talmudjscher Geltchrsamkeil, nud nichl obschon sondern weil, er dieser war, hat er die Einführung de? Orq-l erlaubt (aber auch die „ Resorin^enessenschaft" durch PoU;eiM>ait verfolgen lassen Z — Es sollte nnö sehr freuen, wenn unser geehrter Herr ^orreSpt.nldeul von diesem Vorwurfe die Mahnen eines Mannes befreie könnre, welchen auch wir stets gewohnt waren, unsere velle Hochachtmu zuzuwenden Red.) Wie ich aus den polnischen Journalen entnehme, will der neue Prttiqer in Lemberg den Ann der weltlichen Macht zu Hilfe rufen, um dit Labbathfeier aufreckt M erhalten. Da müssen wir ihm allerdings zuruft-i 1? <"bas ist nicht der rechte Weg!") Es wäre zu bedauern, wnuz der Herr aus alter und neuer jüdischer Geschichte nicht genugsam erfthrcu hätte, wie schlecht dem Iudenthume diese Dienste von "Außen zn Statten kommen! Keine Religion kann durch den Polizeisttick aufrecht erhalten wer« den; die jüdische am wenigsten. (?I^InlWt5wird mit dem Schwerte der Wahrheit gegen dieses ,^clmr solt uns Helsen" schon zu Felde ziehen! — Red) Aus Mahren Hab«- ich Ihnen wenig zu melden. Brünn sucht noch immer einen Prediger. Sonderbar jst'6 jedensalls, Es sind Stellen massenhaft vacant, und eine Unzahl Candidattn finden sich für jede Stille, uu5 doch findet sich nichl eines zum andern. Sind die Ansprüche zu groß vttr gilt von unserem Geschleckte k^T^Q (nmuer wird's schlimmer)? Zum Schlüsse erlauben Sie mir nm so mehr meine Freude auSz^ drücken, daß der -,NoIkölehrer" einen so guten Fortgang nnd Ausschu^z genommen bat. namentlich durch die wahrhast gehaltreichen Aufsätze, welche derselbe iu letzter Zeir uns gebracht hat. — (Uebt-r die;u besetzende Stelle in LouiSville, vgl. die Anounce, werden wir im nächsten Hefte Näheres berichten.)