Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 4 (April 1857)
- Date
- 1857-04-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Schluß. 117 V. Schluß. Und so begleitet das kleinliche Wesen daS erhabene Pesachfcst, wie ein Zwerg, der einen Fürsten begleitet, auf allen Schritten, von der Zeit an, wo die vielbelobte Ueberfrömmigkeit den Weizen schon beim Schneiden in Empfang nimmt, um ihn vor Nässe zu bewahren, bis zu dem Tage, wo das Mehl zu den Osterbroden auf einer besonderen Mühle gemahlen werden muß, bis m'S Fest hinein, wo ein W eiz en k ö rn ch e n im Essen gefunden die ganze Malzeit eines armen ManneS ungenießbar macht und selbst alles irdene Geschirr, worin gekocht und woraus gegessen wurde, Zerstören heißt; ja bis über'S Fest hinaus, wo ungesetzlich — nämlich ungetäuscht — im Hause behaltenes Gesäuertes als selbst zup Verwerkhung nicht erlaubt erklärt wird! — „(Zkomes bemaseliliu^, das Gesäuerte ist auch in minutiösester Weise verboten — o gewiß, in diesem Worte charakteriflrt sich selbst am besten der kleinliche Sinn, der sich bei der, in's Aeußerliche und in eine Unsumme von religiösen Vorschriften sich verlierenden rabbinischen Pesachfeier so drückend geltend machte! — Gewiß, Jeremias würde im Namen Gottes diese Gesetzentstellung mit Entrüstung als solche bezeichnen. tt71 ^125 b5 IllN „die ich nicht angeordnet und die mir nicht in den Sinn kam!" Und das berühmte Jesaianische: ip^? 1p 1P^? 1p 1^ 12t w^? IX VW l^s VL> IM „Gebot auf Gebot, Gebot auf Gebot — Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift — da noch ein Bischen, dort noch ein Vischen"--o man meint wahrhaftig, der erhabene Gottesmann habe unsere Pesachfeier im Auge gehabt und die fruchtbare Casuistik der Rabbinen geisseln wollen, die, nicht sechs ("Zlltt , sondern sechzig mal sechzig Gebote auS Einem hervorgehen läßt, so daß in dieser Versechzigfachung das göttliche Gebor längst zu einem nicht mehr vorhandenen <V2 ^2) geworden wäre, wenn es nicht als ein so unzerstörliches und ehrwürdiges NIINN^ WIND sich erwiese, das,