Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 3 (März 1857)
- Date
- 1857-03-01
- Page
- – (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
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«. Die Geräthe des Familieltheiligthums. (Eine Trauungörede.*) Theueres Brautpaar! Bevor Israel einzog ms gelobte Land, sprach der Herr zu ihm- „sie sollen mir ein Heiligthnm bereiten und ich will wohnen unter ihnen'" ^7 Und so spricht der Herr auch zu jedem Brautpaare vor dem Eintritt in das Land der Verheißung, in daS Land eines glücklichen Ehelebenö: „erbauet nur ein Heiligthnm, und ich will wohnen bei euch! " — Wie aber, meine Theueren, war das Heiligthnm Israels bestellt? — Merket, wie ich Euch zeigen werde seine fünf heilige» Geräthe, damit Ihr darnach einrichten sollet Euer Haus als ein göttliches Heiligthum! — Wenn man eintrat in das Heiligthum Israels, so sah man rechts den Leuchter mit dem Lichte, links den Tisch mit den Schaubroden, und in der Mitte den Altar mit dem lieblichen Räucherwerk. So, meine Geliebten, soll in Euerem Hause auf der rechten Seite, auf die rechte Weise bestellt sein die Leuchte der Religion. Ihr seid die Priester, die Ihr Tag für Tag dem religiösen Leben in Euerem Hause neues Oel zugießen sollet, reines, ungetrübtes Oel, damit das Licht der Frömmigkeit stets den Sinn nach oben lenke. Nl^,"^ Und auf der anderen Seite sei göttlich bestellt der Tisch — der Tisch nur dem täglichen Arode, der heiligen Gotteögabe, daß Ihr es betrachtet mit Dank gegen den himmlischen Geber, daß Ihr es genießet Q'2LN als Vrod vor Gottes Angesicht, damit es von Euerem freundlich und würdig bestellten Tische heiße: „Das ist ein Tisch, über welchen die Gegenwart Gottes waltet!" ''NNwtt P^N-Ns Und Wiedas Räucherwerk gebildet ward aus den edelsten Stoffen der Pflanzenwelt, so soll Euere Ehe geschmückt sein mit den edelsten Tugenden der Menschenwelt — Liebe und Auf- *j Wir bieten von Zeit zu Zeit gerne kleine Gelegenheitsreden da wir mit denselben manchen ungeübten Predigern einen Dienst zu erweisen, hoffen. Die Erfahrung hat uns gelehrt, daß solche Reden, je kürzer, desto eindringlicher wirken. — Red.