Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 3 (März 1857)
- Date
- 1857-03-01
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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10t Rundschau. Hirt«: wieder abzugeben, bei Vermeidung der Strafe, sonst nicht wieder aus dem Stalle entlassen;u Werdens —Mit Recht fügt VaS obengenannte Blatt die Fr^ge bei: ..ob ein solcher Staat, eine solche Gesellschaft, vergliche» mit den Zuständen in Frankreich und England, nicht eine Parodie auf Staat und Gkielifchast sei?" - Die <,Dkbora» liefert eine interessante Beschreibung des Festes, welches unsere Brüter in Eincimratt dem Vorkämpfer unserer Emancipation in Deutschland, Herr,- I)e. Riess-r gegeben. Or. Lilienthal eQellirke in sei» mm Toaste. Messer ist unterdessen mit Gottes Beistand glücklich „ach Hamburg zurückgekehrt. Wie er sich geäußert, gedenkt er »ach einige» Iahren wieder «ach den Vereinigte» Staaten zu kommen und ein ganzes Jahr dort pi bleiben. Wir fühlen es mit, wie wohl ihn, auf dem Boven jenes freien Landes sein müsse, von welchem jeder Isiaellte Gott beten darf: M N!<1 Nd^ 1^2^ ^1 '2 «Deine Knechte betrachten ss-ne steine mii Wohlgefallen und begrüßen seine Erde mit freundlichem Blick." Aus Rkielnhessen, Febr. 2l. Erlauben Sie mir. noch mit de» frischen Eindrücken, die die heute abgehaltene Abschiedsrede des Herrn Dr. Adler auf uns und alle in der Synagoge zu Nljki Anwesenden mach»?, die Gefühle ass;«srrechen. dir der Abgang dieses ehrwürdigen Geistlichen in UNS hervorruft Wir fühlen, daß unser Verlust unersetzlich ist. Tie Hobe und allgemeine Achtung, deren sich Herr I)i>. Adler in emiern und weiter« Kreisen erfreute, fußte ans Charakter, bedeutende theologische Gelehrsamkeit. Gesinnuugstüchligkeir, tZons.qneu« in Vertretung und Durchführung der reformatorlschttt Principieu in Synagoae und Leben, Herzlichkeit und Biederkeit im Umgänge, verbunden mit einem gesellschattiichen Talente, daS seines Gleichen sucht. Was ßr durchführen wollte in seiner Gemeinde, führte er durch. Wohl nie bar ein Rabbiner so über alle Kräfte und Herzen seiner GemrintegZieder verfügen kennen, wie «Ar. Wohl noch nie hat ei» jüdischer Geistlicher in vklhältnißmüßig kurzer Zeit eine gan^e Gemeinde in allen ihren religiösen Anstalten w durch und durch reorganisirt. wie Vr.?ldler j» Atfty. Darum konnte er mit Recht unlängst zu mir sagen: ,/Jch weiß jetzt nichts Besonders mehr dahier zu wirken; ich könnte zu ruhig leben; darum gehe ich fort." In seinem heutigen Vortrage sprach er dies in herrlichen Worten aus. Nachdem er einen Rückblick geworfen aufsein Wirken wahrend der 14 Zabre und S Monate seines HierftinS. oaS ihn und seine geliebte Gemeinde zum Dank gegen Gott. Regierung und Vorstand verpflichtetes sprach er zugleich die Hossuung aus, daß die Gemeinde de« Frieden wahre, wie sticher, den Nemeindekorpcr in seiner Ganzheit zu erhalten strebe, diesem bald ein neues geistlich«!? Oberhaupt ON'^ ON^S^> 1!M und alS Stütze deS GemeindekörperS die beide» Träger beS Jltdenthums aufrechterhalte: Sabbath und Heil igthum, ^Ns?Q11")V?^N^NIN^Ndi l^tl. i?amit die Spitzen semer außerordentlichen Wirksamkeit bezeichnend. Gottes Segen geleite ihn und schenke ims einen Geistlichen, der in seinem Geiste handle und wandle! — I. Mingcnstein. »-«-S»H«Z<S»>^