Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 11 (November 1851)
- Date
- 1851-11-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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ISraeUtische? Schuweftn 26S wenn auch die Gebete gehörig übersetzt und erklärt werden, wie dieß in den meisten' israelitischen Schulen geschieht, — sondern sie erhalten am Faden der biblischen Geschichte nach und nach auch Aufschluß über die wichtigsten Lehren und Wahrheiten unserer Religion. Sehr gut ist es, Venn der Lehrer selbst der hebräischen und rabbinischen Sprache mächtig ist, um die einschlägigen, besseren Kommentare fZr sich zu studiren, damit er das Wichtigste seinen Kindern gelegenheitlich mittheile. Es ist dieß um so weniger zu übersehen, als in den meisten Gemeinden, wo außer dem Lehrer auch der Geistliche an der Schule wirkt, der systematische Religionsunterricht von diesem ercheilt wird während der biblische Unterricht allenthalben den Händen des Elementarkhrers anvertraut ist, und derselbe also in seiner Pflanzstätte gerade ans diesem Gebiete am segenrcichsten wirken kann. —Ich selbst Verfahre hiebei also: nach dem Grundsatze unsrer Religion, wornach die Erstlinge dem Herrn zu weihen sind, werden, nach vorangegangenem Gebete oder Gebetliede, die ersten Wochenstunden dem Religionsunterrichte und der Bibel gewidmet. Nach Abhörung der über Sabbach eingeprägten Aufgaben gehe ich mit den Schülern den laufenden Thoraabschnitt durch, Welten sie sammtlich mit anzuhören haben (meine Schule zählt nämlich 2 Klassen). Bei den Kleineren ist es mir hier hauptsächlich sowohl um das Geschichtliche zu chun, welches sie wieder zu erzählen haben, als um die auch fSr sie so passend abzuleitenden Religionswahßheiten und Lebensregcln. Dabei ist nicht die Absicht, daß ihr Kopf schon srühzeiiig mit vielseitigen Kenntnissen vollgepropft, sondern, daß ihr Herz dadurch gehörig zum Dienste Gottes erwärmt werde; ungeachtet man daS Eine chun kann, ohne das Andere zu lassen, und die Geistesbildung, in Denken vnd Fühlen, eine harmonische sein soll. Aber unsre Religion will vor Allem daS Herz bewahrt und zum Dienste deS Höhern geeignet wissen (Spr. Sal- 4, 23), worauf sogar bei der Ceremonie der repkilw (Gebetriemen) Rücksicht genommen ist, indem „rkepkilin sekel gezcn das Herz vor „?exkZIm *) Dieses ist in den würtembergisches Schulen regelmäßig der Fall. Auw. d. Vf.