Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1851)
- Date
- 1851-10-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Heimkehr des Sohnes. erhalte, uns und die Unsrigen, an den Tagen des Festes, wie an den Tagen der Arbeit! Er hat eS auch im vergangenen Jahre gethan. Mit Fruchtbarkeit gürtete er unsere Felder, daß nicht zu dem Mißwachs auf dem Gebiete des GewerbS und des Handels auch noch komme die Noch des Hungers und Brodmangels. Und zu Ihm, dem Allvater, wendeten am Versöhnungstage auch die arme Wittwe, auch die verlassene Waise, die keinen Annehmer, keinen Vater aus Erden haben, ihr beklommenes Herz, daß er von seinen Höhen Trost und Erbarmen sende in die gebeugten Seelen! Nicht wahr, sie sollen nicht vergeblich geflehet haben? Ihr habt euch vorgenommen, im Namen GotteS ihre Annehmer;u sein; Vater und Mutter ihnen zu ersetzen; Brod und Kleid mit ihnen zu cheilen; sie an eueren Tisch zu ziehen; zu eurem Familien- und Freudenfeste sie einzuladen! — Daö lohne euch Gott, wenn ihr am Versöhnungstage solche Vorsätze gesaßt; wenn ihr beherzigt habt, was das göttliche Prvphetenwort als die wahre und ächte Buße euch geschildert hat: „fürwahr! brich dem Hungrigen dein Brod und umherirrende Arme führe ins Haus! Siehst du einen Nackten, so kleide ibn, und deinem Fleische - denn das ist jeder verlassene Mitbrudcrentziehe dich nicht!" - - Heil euch, wenn ihr nuu am Freudenfeste Anstalt treffet, jene Vorsätze auszuführen, daß der heimgekehrte Ll'hn Probe ablege, wie nicht bloß seine Reue als eine aufrichtige, sondern auch seine Besserung als eine thatsächliche sich bewähre, indem er gerade in der Freude, die ihn einst von Gott abgelenkt, zeige, daß er zu Gott in Wahrheit zurückgekehrt sei.-- Das sind die zehn Personen, mit denen wir uns freuen sollen! — So öffne denn die Räume deines Zeltes, und die Teppiche deiner Hütte mögen sich weit ausdehnen, um die theueren Gäste all aufzunehmen, daß sie an diesem srohen Feste der Heimkehr alle recht herzlich sich freuen mögen, in ehelicher Treue, in kindlicher Liebe, in dienstfertiger Hingebung, im Dufte süßer Gastlichkeit, im Gefühle jener tiefinnigen Teilnahme, die in eueren Hausern, als in wahrhast israelitischen,