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Der israelitische Volkslehrer · 1851-09-01 · Heft 9 (September 1851) · page 26

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
1 (1851)
Issue
Heft 9 (September 1851)
Date
1851-09-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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Die Heimkehr des Sohnes. ifFin 5» o streitet nicht auf dem Wege! Einheit, jedenfalls Einigkeit und Versöhnlichkeit that dem Judenthume, that seinen Gemeinden nie mehr Roth als eben jetzt. Alle, welche die Aufrechterhaltung unserer heiligen Religion wünschen, ße müssen zusammenstehen, zusammenhalten. Unser Bekcnntniß hat vor anderen, die jetzt in den Streit der Zeit gerissen find, den hohen Vorzug, daß in Betreff der Hauptwahrheiten die Parteien > infofern sie noch innerhalb des religiösen Glaubens stehen, einig find. Sollte die Form so mächtig sein, uns für alle Zukunft zu trennen? sollte das Wesen so unmächtig sein, unS nicht zu einigen und verbunden zu halten? Und darum: DIN o streitet nicht ans dem gemeinsamen Wege! ruft uns dieser Tag der Einigung und Versöhnung zu. Frieden wohne unter uns. — Und Frieden wohne um uns her. — "^"lI I75in!?d5 Bom Himmel ruft der allgütige Vater s-inen Kindern zu: streitet nicht auf dem Wege! Zu mir gehe euer Weg, ziehet ihn in Frieden! Aber gerade die Religion, deren Pfade Frieden, deren Ziel die Liebe sein soll, sie gerade hat zur Entzweiung, zur gegenseitigen Verfolgung unter den Menschen am meisten beigetragen. Das kann, das darf nicht immer so bleiben! Gibt eS einen Fortschritt sür das Menschengeschlecht — und es muß einen solchen geben, so wahres einen Gott gibt! — so muß die Menschheit dieses Streites los werden. Und es ist gewiß, in dem Bekenntnisse deS einzigen und einigen Gottes werden sich einst alle gläubigen und nach Wahrheit suchenden Menschen einigen und versöhnen. So freuet euch denn, Israeliten, an diesem heiligen Tage', an welchem der Glaube der Väter wieder lebendig geworden im Herzen der Kinder, freuet euch in dieser hehren Abendstunde, bei deren Schlüsse wir wieder mit Begeisterung und Jubelgeschrei anstimmen unser heiliges Bekenntniß, freuet euch der reinen und lauteren GotteSlehre, die heute den Triumph der Versöhnung feiert! Nicht umsonst haben wir gehofft, nicht umsonst Jahrtausende hindurch geduldet und gelitten! In dem heiligen Ausspruche: NN« " U'z-Hd! " xvV Höre, Israel! — höre, Menschheit, denn daS Menschengeschlecht wird einst daS Volk GotteS

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