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Der israelitische Volkslehrer · 1851-09-01 · Heft 9 (September 1851) · page 5

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
1 (1851)
Issue
Heft 9 (September 1851)
Date
1851-09-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Der Mnttitt m'S Vaterhaü5. 497 .„/ ' ' mir ein so theurer Sohn? ist er denn ein LieblingSkind? — Aber wer ergründet die Liebe eines Vaterhetzens! Roch so oft bettübt, noch so oft mit Undank bezahlt, es hört nicht auf zu lieben; 12 NQ so wie ich von -lhm rede, "Nj? gedenke ich seiner mehr' und mehr! — Und gar wenn der Vater das Kind klagen hört, von dem Sohne ein Wort der Reue vernimmt, da ist Alles vergessen, das Vaterherz wallet dem Sohne dann in doppelter Liebe entgegen. NNVNV V'-,SttIch hörte Ephraim klagen, IM^I^NIO^ du hast mich gezüchtigt, und nun bin ich gestraft; 'NLNZ nachdem ich heimgekehrt bin, Hab' ich mich besonnen — als der Vater solche Worte hörte, da ries^e^M^^^ 1VN "O5U,UvfNd! mein Inneres wallet ihm entgegen? mit doppelter Liebe nehme ich ihn auf, spricht der Ewige. Sage nun Einer, unser Gott sei kein Gott der Liebe! Er sei kein kindlich liebender Vater! O Israeliten, nicht wahr? wir kennen unfern Vater besser? Seine Liebe hat uns nun durch Jahrtausende des Kummers getröstet, und er sollte kein liebender Vater sein^— unser Gott ist ein ernster Vater, der sein Kind züchtigt, NQ^ wie ein Kalb, wenn es ungelehrig ist, der keine Bestechung annimmt, auf dessen vorausbezahlende Liebe wir keine Schulden machen dürfen, wie es heißt: ,1S2O 2"N'.''» ttlSNtt ^2v2"7N'7tt wer da frevelnd spricht: ich will sündigen, der VersöhAungstag vergibt's doch, dem bringt der VersöhnungStag keine Vergebung. *) Ein so strenger Vater, der nicht mit sich spielen läßt, ist unser Gott, aber dennoch voll Liebe, dennoch voll Treue! Das hat er uns bewiesen durch die Einsetzung dieses Tages, Israeliten; denn dieser Tag ist ein Tag der Gnade, eine Quelle voll gesegneter ' Milde, und jedes Jahr erfüllet er unsere Herzen auf's Neue mit Liebe aus der Urquelle aller Lieb' und Güte. Und wenn da der reuig umkehrende Sohn an die Thüre des Vaterhauses *) AuSspr. des Talmud, 5om». 85, S.

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