Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 8 (August 1851)
- Date
- 1851-08-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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DieNücktehr. - ^SA^ ' - . ' ^-'s^ <W einzelne Mensch, so soll ganz Israel am NeujahrStage sein inneres Leben durch Erinnerung erneuen, erfrischen, ver- ' jungen. Darum ermahne uns der Posaunenschall an die Gesetzgebung am Sinai, wo Israel, durch die Erlösung aus Aegypten neugeboren, die religiöse Weihe für sein neues Dasein, für seine junge Freiheit erhielt. Wann nun sollte Israel sich dringender aufgefordert fühlen, im Geiste zurückzukehren zu seinem heiligen Ursprung, als in dieser Zeit, als an diesem Neujahrstage? — DaS abgelaufene Jahr 5608, das war ein Jahr der Wiedergeburt! Auch unsere Freiheit ward neugeboren. Da aber jetzt ein so mächtig zusammenhaltendes Bindemittel, der gemeinsame Druck, daS gemeinsame Streben, ihn zu beseitigen, wird entfernt sein, werden wir noch ferner zusammenhalten? Ganz Israel stand am Sinai wie Ein Mann, und mit Selbstgefühl und Begeisterung sprachen sie: " ILM ^2 PVLN NVPZ AlleS, was der Ewige gesprochen, wollen wir thun und befolgen! (2. B. M. 24,7.) O Israeliten, wo ist unsere Einheit? wo ist unser Frieden? wo ist unser Selbstgefühl? wo ist u n se r e Begeisterung? — Ach, sagt mir, wo ich sie finde! Ich will Tag und Nacht, bis meine Füße wund find, zum Sitze dieser hohen Güter wallen! — Darum, m. Fr., wie der Einzelne unter uns heute im Geiste heimkehre zu seiner Kindheit, daß er an ihrem Quell sich erfrische, an ihrem Frieden sich beselige, so lasset uus Alle zusammen heute zum Sinai zurückkehren, daß das Gefühl unserer gemeinsamen Aufgabe uns erhebe, daß wir dort den Frieden finden, dort die Begeisterung für unser heiliges Werk! — 2. Im Geiste kehre Israel zu seiner Kindheit, in der Wirklichkeit kehre es zurück zu Gott.— Bedürfen wir, nachdem das vergangene Jahr uns die Freiheit gegeben, bedürfen wir für daS künftige Jahr Gottes nicht mehr? bedarf unsere junge Freiheit der religiösen Weihe nicht? bedürfen wir des religiösen Trostes nimmer, da vor unS, wie einst vor unseren Vätern, nach erlangter Freiheit, sich eine Wüste austhut, voll drohender Hindernisse und Gefahren? Darum zwischen dem Auszug aus Aegypten und dem Zuge durch die