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Der israelitische Volkslehrer · 1851-07-01 · Heft 7 (Juli 1851) · page 6

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
1 (1851)
Issue
Heft 7 (Juli 1851)
Date
1851-07-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Der Name Israel. si<dem Herrn zu dienen, erkaltet ist ihr Herz für die hohe nnd heilige Botschaft Israels an die Menschheit; verdienen sie den ruhmvollen Namen Israel, Helden mit und für Gott? Unsere Frauen der Religionslosigkeit müssen nothwendig auch sie verfallen, denn so wenig Nahrung für daS religiöse Gefühl empfangen und genießen die Meisten das ganze Jahr. Trauriger Zustand! WaS soll daraus werden? Darf der Name Israel so ruhmlos uniergehen? Und jetzt, da auf allen Gebieten der finstere Geist des Rückschritts wieder seine schwarze Fahne aufpflanzt, daß ihr nachfolgen Alle, die da lieben die Finsterniß und in de? Verdummung der Menschheit, wie die Priester des Heidenthums, ihre Rechnung finden, sollten da die Israeliten nicht um so inniger die Fahne ihres GotteS, die Fahne des Lichts und der Wahrheit erfassen, daß von allen Enden die anerkennende Stimme ertöne: (Jes. 6t, 6.) „Ihr, Priester des Ewigen verdient ihr genannt zu werden?" — So achtet denn, Israeliten, was der Prophet in der heutigen Haftara (v. 17. 18.) euch zuruft: „Also spricht der Ewige, dein Erlöser, der Heilige Israels, ich bin ver Ewige, dein Gott, dein Lehrer zum Besten, dein Führer aus dem Wege, den du gehen sollst; o daß du horchtest aus meine Befehle? dann sollte dem Strome gleich dein Frieden, und dein Heil gleich den Wogendes MeereS sein!" Denn wie der Strom die Quellen alle aufnimmt, um sie in daS große einigende Meer zu tragen, so hat Israel die heilige Aufgabe erhalten, der Strom des Frieden» zu sein, welcher die Völker alle zu dem einzigen Gott in'S Meer der versöhnten Menschheit trage. Darum soll unsere heilige Religion geläutert werden, aber nicht zerstört; ihr Strom soll sich abklaren, aber nicht verdunsten. Das ist daS große Heldenwerk, das schwerste Werk, das Israel noch zu lösen hat. Denn so wahr eS ist, waS wir vorhin bemerkt, daß der ceremonielle Theil der Religion der leichtere, nnd der sittliche der schwerere zu beobachten sei, ebenso wahr ist eS auch, daß die Religion überhaupt umso schwieriger zu erhalten ist, je mehr der ceremonielle Theil sich täglich von ihr ablöset. Und dennoch muß eS uns gelingen! Lasset uns nicht verzagen!

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