Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Volkslehrer · 1852-11-01 · Heft 11 (November 1852) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
2 (1852)
Issue
Heft 11 (November 1852)
Date
1852-11-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/3129675-3129690-3129702--0578-3132596
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

254 - Nekrolog. seitigen Kenntnisse gelang es ihm-seine Stellung bedeutungsvoll und einflußreich zu machen. Die höchsten Staatsbeamten verehrten in ihm den Mann der Wissenschast und der Erfahrung, den Mann der unerschütterlichen, sich selbst bewußten Glaubens¬ und Berufstreue. Seine Siimcke wurde , gern gehört, sein Rath eingeholt bei jeder für die Israeliten choch^ichtigen Mngelegenheit. — Er wurde daher auch zum stimmberechtigten Mitgliede des Nberrath.es ernannt und ihm wurde.seit dem Tyde.des seligen Rabbinatsverwesers und ConftMz-ItqbbinM Elia^ statt er in Carlsruhe das Referat in religiösen Angebgenheiten übertragen. Sem Hauptbestreben war auf.die Pflayzstä^ Geistes, auf die Schule gerichtet. Durch seine Bemühwigen verwandelten, sich die frühern^ M Schulen uut ewig wechselnden, unwjssenden Lehrern, zu geordneten, vom Staate anerkannten, und mit! den/christlichen Lehranstalten gleich berechtigten Volksschulen. In dem Lehrer- Seminar erhielten die jüdischen Schulaspiranten ihre Ausbildung und er selbst unterrichtete sie unentgeltlich, neben dem Stadt- Rabbiner Willstätter, in den verschiedenen hebräischen Lehr- Gegenständen. — Der Lehrer wurde von der Regierung Wnitiv angestellt und konnte nur von dieser, (nie von der Gemeinde), wenn er gänzlich untauglich oder seines Amtes unwürdig geworden, von seiner Stelle entfernt werden. Der Staat.selbst, sowie die einzelnen, politischen Gemeinden leisten einen Äeitxag zum Aufwände dieser Schulen.. ' / Alles 'dieses wurde zu euftr Zeit erziE, deutschen Staaten die'jüdischen Angelegenheiten, noch M ein Gegenstand der Erwägung' geworden; der selig^ Overrath E^ stein war es aber vorzüglich, der diese Gesetz-EntMöfe ausarbeitete und deren Ausführung und Anwendung erstrebte. 'Dieses Streben wurde insbesondere von den Lehrern selbst dankbar anerkannt, und pon ihnen noch kurz vor seinem Tode ein Verein zur Unterstützung armer jüdischer Schulaspiranten gegründet, dem sie den Namen Epstein-Verein gegeben hatten. Aber nicht nur die Schulen, auch die Rabbi n a te würden durch seine Bemühung im Jahre 1827 neu organtsirt. —

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.