Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 9 (September 1852)
- Date
- 1852-09-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Das zweite Viertel oder das jugendliche Mannesalter 223 Niedere, gemeine Ansicht! was müßte aus der Menschheit werden, wenn du die Herrschaft erhieltest, behieltest? wenn nicht das Göttliche im Menschen, der „kuaek LlMm," sich immer und nnlner wieder geltend machte und über das ^ow^ ^Vadoku" der Gemeinheit sich immer wieder siegreich erhübe! — Seid darum versichert, daß das Religiöse sich nicht unterdrücken, nicht hinwegspötteln und hinwegtändeln läßt, und daß das Sichhervordrängen der finsteren Elemente auf MeM Gedieten der Religion nur eine gerechte Strafe ist für die Vernachlässigung des religiösen Lebens, welches, zur heiligen Natur des Menschen gehörig, sich ungestraft n i ch t preisgeben läßt. Darum ihr, Männer und Frauen ig dep-Lahre,Kraft, euch liegt es ob, das religiöse Leben in euerer Gemeinde, in euern Häusern wieder zukräftigen. Kinder hat euch Gott gegeben, unsterbliche Seelen hat er euerer Pflege anvertraut; wollet ihr auch diese Gott und dem Göttlichen entfremden? de und der Vergnügungssucht auch sie ausschließlich zuführen? — Wisse, daß über dieses Alles Gott einst mit dir in'ö Gericht gehen wird! — Darum rette dir, rette deinen Kindern die Religion, welche euchj beiden über des Lebens Zweck und heilige Bestimmung Aufschluß und Anleitung gebe! — Denn Mit der Frage: „Warum? " mit der Erkundigung nach dem Zwecke des Lebens, macht die Religion erst wahrhaft ihre trostreiche Wirksamkeit geltend.— „Aus Staub zu Staub!" Welch eine trostlose Lebensreise! — „Aus Gott zu Gott! " welch eine erhebende Aussicht auf dem Wege durch's Leben! - Stifte Gutes hinieden nach Kräften; streue Segen auf deinem Wege rechts und links; veredle deine Seele durch jede gute That und Eigenschaft; werde ein Sieger über die sinnliche Natur; setze zum Herrn über dein irdisch Haus den Geist ein — und du streuest Saaten für die Ewigkeit; du läuterst deine Seele und vervollkommenst sie für ein höheres Dasein! — „Und nun wa s hoffe ich, o Gott? meine Erwartung gilt dir!" — So kockmt denn her, o Freunde, und erkennet den großen Unterschied zwischen Dem, welcher gegen Gott und Religion gleich- 19*